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Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein
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Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH, seit Februar 2024 mit dem Markennamen vhh.mobility) ist – nach der Hamburger Hochbahn AG (HHA) – das zweitgrĂ¶ĂŸte Verkehrsunternehmen in Norddeutschland und beschĂ€ftigt direkt rund 2500 Mitarbeiter.cite-ref-10[10] Mit rund 800 Fahrzeugen ist VHH Mobility der drittgrĂ¶ĂŸte kommunale Busbetreiber in der Bundesrepublik Deutschland. Die meisten der auf die VHH konzessionierten Linien werden in Hamburg und den holsteinischen Kreisen Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg innerhalb des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) betrieben. Die VHH ist auch Betreiber des On-Demand-Services „hvv hop“.

Contents

‱ Geschichte
‱ Aktuelles
‱ Daten
‱ Literatur
‱ Siehe auch
‱ Weblinks

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Bediengebiet und Angebot

VHH Mobility betreibt neben Stadtbus- und Regionalbuslinien in Hamburg und dem Umland u. a. die Stadt- bzw. Ortsverkehre in Wedel, Schenefeld, Pinneberg, Quickborn, Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, Bargteheide, Ahrensburg, Reinbek, Wentorf, Schwarzenbek, Geesthacht und Lauenburg sowie zahlreiche Buslinien im freigestellten SchĂŒlerverkehr innerhalb des HVV. Daneben werden auch Fahrten fĂŒr die SchĂŒler zwischen den Schulen und den SchwimmbĂ€dern (z. B. in Pinneberg und Norderstedt) geleistet.
Die VHH bedient Hamburgs westlichste (Rissen), nördlichste (Duvenstedt), östlichste (Altengamme) und sĂŒdlichste (Zollenspieker bzw. Krauel in den Vierlanden) Haltestellen. Seit Dezember 2018 betreibt die VHH mit der Buslinie E30 (seit dem 15. Dezember 2019: X30), die Bergedorf mit Harburg verbindet, nun Buslinien in allen Bezirken in Hamburg. Außerdem betreibt VHH-Mobility On-Demand-Verkehre unter dem Namen „hvv hop“ in den drei Gebieten Hamburg-Harburg, Henstedt-Ulzburg und Trittau/Brunsbek/Siek sowie im SpĂ€tverkehr ein Anruf-Sammel-Taxi-Angebot (AST 829) in den Vier- und Marschlanden.cite-ref-11[11]

Busse der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein bedienen im nordöstlichen Hamburg (besonders im Raum Rahlstedt) einige Linien im Auftrag der HHA, im Kreis Pinneberg werden einige Fahrten fĂŒr das Tochterunternehmen Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP), besonders im Raum Barmstedt, durchgefĂŒhrt. Bis zum 31. Dezember 2014 fĂŒhrte die VHH auch den Stadtbusverkehr von NeumĂŒnster im Auftrag der Stadtwerke NeumĂŒnster (SWN, außerhalb des HVV) durch.

Die VHH ist als sogenanntes Zentral-Verkehrsunternehmen (ZVU) fĂŒr alle Verkehrsunternehmen im HVV fĂŒr die HVV-Schulprojekte (vormals HVV-Schulberatung) und die HVV-MobilitĂ€tsberatung fĂŒr Senioren sowie bis Januar 2019 fĂŒr FlĂŒchtlinge zustĂ€ndig.

Geschichte

Die von 2000 bis 2012 bestehende VHH-PVG-Unternehmensgruppe war ein Gleichordnungskonzern der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH) und der Pinneberger Verkehrsgesellschaft mbH (PVG). Sie beförderte 2011 mit einem Fuhrpark von rund 580 Omnibussen knapp 108 Millionen FahrgĂ€ste. Seit dem 1. Dezember 2012 werden die beiden Unternehmen vereinigt als VHH weitergefĂŒhrt.

Damit die VHH in ihrem angestammten Gebiet bei der Vergabe der Verkehrsleistungen in Hamburg im Rahmen einer Direktvergabe berĂŒcksichtigt werden kann, mĂŒssen verschiedene Rahmenbedingungen eingehalten werden. Dazu gehört, dass die VHH ihre Verkehrsleistungen nur noch innerhalb des HVV-Verbundraums durchfĂŒhrt. Deswegen wurde der vorher zur VHH gehörende Busbetrieb im nicht zum HVV-Gebiet gehörenden NeumĂŒnster zum Jahreswechsel 2014/2015 aus der VHH ausgegliedert und mit Betriebsmitteln und Personal in die zur Stadtwerke NeumĂŒnster Beteiligungen GmbH gehörenden SWN Verkehr GmbH ĂŒberfĂŒhrt.cite-ref-12[12] Die Auftragsleistungen fĂŒr die Stadtwerke NeumĂŒnster ergaben zuletzt einen Umsatzerlös von 5,7 Mio. Euro im Jahr.cite-ref-13[13]

Zum 1. Oktober 2015 Ànderte die VHH ihre Gesellschaftsform von einer AG zu einer GmbH.

Die Fahrten auf der seit Jahren außerhalb des HVV betriebenen Linie A20 zwischen dem Hamburger ZOB am Hauptbahnhof und dem Flughafen LĂŒbeck-Blankensee als Zubringer zu den FlĂŒgen ĂŒber die Autobahnen A 1 und A 20 wurden am 31. Mai 2016 eingestellt, da dort kein Linienflugverkehr mehr stattfand.

Im Folgenden wird die Geschichte von VHH und PVG geschildert:

Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (1954 bis 1999)

Entstanden aus zwei Eisenbahn-Betrieben

In den Hamburger Randgebieten gab es zur Erschließung des lĂ€ndlichen Raumes einige Kleinbahnen, die RentabilitĂ€tsprobleme hatten. So entstand 1942 der Gedanke der ZusammenfĂŒhrung solcher hamburgischen Eisenbahnunternehmen. Nach der erhöhten Nachfrage in der unmittelbaren Nachkriegszeit brach der Personenverkehr bei diesen Eisenbahnstrecken ein, das VerkehrsbedĂŒrfnis konnte mit neu an die Eisenbahnunternehmen gelieferten Omnibussen besser und mit weniger Personal kostengĂŒnstiger durchgefĂŒhrt werden. Bereits am 9. Dezember 1952 beschlossen die am 31. August 1905 gegrĂŒndeten Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn AG (BGE) und der Kreis Stormarn als EigentĂŒmer der Verkehrsbetriebe des Kreises Stormarn (VKSt), die die SĂŒdstormarnsche Kreisbahn betrieben, diese beiden Unternehmen zusammenzufĂŒhren. Am 1. September 1953 ĂŒbernahm die BGE die 1928 gegrĂŒndeten VKSt mit der 1907 in Betrieb genommenen SĂŒdstormarnschen Kreisbahn und ihren sieben Buslinien, 26 Omnibussen und 15 BusanhĂ€ngern sowie 108 BeschĂ€ftigten, darunter 36 Fahrer und 27 Schaffner.
Nach einer Hauptversammlung der BGE mit Kapitalerhöhungsbeschluss entstand am 7. April 1954 die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH). Am 2. Juni 1954 erfolgte die Eintragung im Handelsregister.cite-ref-14[14] Die Freie und Hansestadt Hamburg hielt 88,11 % der Aktien des neuen Verkehrsunternehmens, 11,89 % hielt der Kreis Stormarn. Damals wurden 73 Omnibusse und 26 BusanhĂ€nger eingesetzt, auf 20 Buslinien mit 309 km GesamtstreckenlĂ€nge der Omnibuslinien wurden rund elf Millionen FahrgĂ€ste im Jahr befördert. Die GleislĂ€nge der Eisenbahnanlagen (nur noch GĂŒterverkehr) der VHH betrug 155 km.cite-ref-15[15] Den gesamten Betrieb der Eisenbahn auf den Betriebsanlagen der VHH, die weiterhin EigentĂŒmer blieb, ĂŒbernahm die AKN, ebenso wie nach und nach den Betrieb der anderen nichtbundeseigenen Eisenbahnen (ANB, EBO) im Raum Hamburg nördlich der Elbe.

Die ersten drei Kraftomnibusse wurden bei der BGE am 15. Mai 1926 von Bergedorf aus ĂŒber Geesthacht nach Lauenburg eingesetzt, am 15. Mai 1928 fuhren die ersten Busse bei der VKSt auf Linie.cite-ref-16[16]

Entwicklung des BGE-Busbetriebs siehe Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn#Einsatz von Omnibussen.
Entwicklung des VKSt-Busbetriebs siehe SĂŒdstormarnsche Kreisbahn#Omnibusbetrieb.

Übernommene Buslinien der BGE

010 Hamburg ZOB – Billstedt – Bergedorf – Geesthacht (– Tesperhude) / – Lauenburg (ab 2. Januar 1967 HVV-Schnellbus-Linie 21 [ab 29. Mai 1983 Linie 31, heute Linie X80] mit roter Liniennummer, streckenweise auch Linien 131 [ex 1b] und 231 [ex 1a])
020 Bergedorf Bf. – Kirchwerder (– Krauel) (ab 24. September 1967 HVV-Linie 324 bzw. 225)
030 Bergedorf Bf. – Holtenklinke – Horst – Borghorst → Altengamme (ab September 1967 HVV-Linie 228)
040 (Hamburg ZOB – Billstedt – Boberg – LohbrĂŒgge –) Bergedorf Bf. – Wentorf (– Reinbek Bf.) (spĂ€ter nur noch östlicher Abschnitt, ab 24. September 1967 HVV-Linie 235)
06a Bergedorf Bf. – LohbrĂŒgge Markt – Reinbek, Kreuzweg – Juridwerke – Glinde (spĂ€ter HVV-Linie 137)
06b Reinbek Bf. – Kreuzweg – Juridwerke – Glinde (ab 24. September 1967 HVV-Linie 337 bzw. 237)
06c Bergedorf Bf. – LohbrĂŒgge – Reinbek, Kreuzweg – Reinbek Bf. – Schönningstedt – Ohe / (– Neu-Schönningstedt) (spĂ€ter zunĂ€chst HVV-Linie 337, dann 136/236)
070 Bergedorf Bf. – Pollhof – Achterschlag – Curslack (spĂ€ter HVV-Linie 225)
100 Bergedorf Bf. – Schiefe BrĂŒcke – Howe (– Warwisch – FĂŒnfhausen) (ab 24. September 1967 HVV-Linie 223)
110 Bergedorf Bf. – (Curslack) / Neuengamme (− Kiebitzbraak) (ab 24. September 1967 HVV-Linie 227 bzw. 327)
120 Bergedorf Bf. – Heckkathen – Oberer Landweg – Allermöhe (– Reitbrook) (ab 24. September 1967 HVV-Linie 222)
130 Hamburg ZOB – Rothenburgsort – Tiefstack Bf. – Moorfleet – Tatenberg – Ochsenwerder – FĂŒnfhausen – Howe – Zollenspieker (am 2. Januar 1967 Bedienungsverbot von ZOB bis Rothenburgsort aufgehoben, ab 24. September 1967 HVV-Linie 120)
140 Bergedorf Bf. – Billwerder – Mittlerer Landweg – Allermöhe, Kirche (nur werktags, kein SpĂ€tverkehr; ab 24. September 1967 HVV-Linie 221)
150 Ringlinie: Bergedorf Bf. → Krankenhaus → Pfingstberg → Bergedorf Bf. (ab 24. September 1967 HVV-Linie 135)
zu 150 Bergedorf Bf. – Krankenhaus – Sternwarte – Friedhof (nur sonn- und feiertags, kein SpĂ€tverkehr)
170 Ringlinie: Bergedorf Bf. → Nettelnburg → Bergedorf Bf. (ab 24. September 1967 zunĂ€chst HVV-Linie 226, ab 1. Juni 1975 Linie 235)

Linien der ehemaligen Verkehrsbetriebe des Kreises Stormarn (VKSt)cite-ref-17[17]

210 Hamburg ZOB – Wandsbeker Chaussee – Wandsbek Markt – Tonndorf – Rahlstedt – Stapelfeld – Großensee – (LĂŒtjensee) – Trittau (am 2. Januar 1967 ZOB – Wandsbek Markt eingestellt, Rest erst als HVV-Linie 164, dann Linie 364)
220 Hamburg ZOB – Billstedt – Ost-Steinbek – Glinde – Neu-Schönningstedt (– Langelohe) / (– Witzhave – Grande) (ab 28. Mai 1967 ab U-Bf. Horner Rennbahn – Trittau als HVV-Linie 333)
23a Ahrensburg Bf. – Schmalenbeck – Siek (1955 als Linie 27 vom Hamburger Verkehrs-Betrieb Hans Rieck (HVB) im Auftrag der VHH betrieben, spĂ€ter HVV-Linie 469)
23b (Ahrensburg Bf. – BĂŒnningstedt –) Timmerhorn – HoisbĂŒttel U-Bf. (– Bergstedt, Friedhof – Volksdorf U-Bf.) (bis 1957, spĂ€ter HVV-Linie 376)
23c Ahrensburg Bf. – Siedlung Am Hagen – Volksdorf U-Bf. (wurde 1955 vom Hamburger Verkehrs-Betrieb Hans Rieck (HVB) als Linie 23 betrieben, danach Abschnitt nach Volksdorf eingestellt, spĂ€ter HVV-Linie 269)
240 (Ahrensburg Bf. –) Groß-Hansdorf U-Bf. – Hoisdorf – LĂŒtjensee – Trittau (– Hamfelde) (bald nach Basthorst verlĂ€ngert, spĂ€ter HVV-Linie 369)

Die Ahrensburger 23er Linien wurden zum 1. Januar 1955 aus WirtschaftlichkeitsgrĂŒnden an einen Privatunternehmer abgegeben, am 30. September 1956 teilweise aber wieder selbst ĂŒbernommen. Der Ahrensburger Stadtverkehr bekam die Liniennummer 25, hier wurden zunĂ€chst Kleinbusse vom Typ Daimler-Benz O 319 eingesetzt. Linie 24 wurde von Hamfelde bis nach Basthorst im Kreis Herzogtum Lauenburg verlĂ€ngert. Die Linie 22 wurde von Hamburg ZOB ĂŒber Billstedt und Glinde bis Neu-Schönningstedt verkĂŒrzt, den Streckenabschnitt von hier bis Trittau ĂŒbernahm die neue Linie 26.
Weitere Linien wurden eingerichtet:cite-ref-18[18]

050 Bergedorf Bf. – LohbrĂŒgge Markt – Leuschnerstr. – Max-Eichholz-Ring (ab 1964, ab 24. September 1967 HVV-Linie 136)
080 Bergedorf Bf. → LohbrĂŒgge Markt → Ladenbeker Furtweg → Riehlstr. → Höperfeld → Bergedorf Bf. (ab 30. September 1956; ab 24. September 1967 HVV-Linie 134)
090 Boberg (Havighorst) – Unfallkrankenhaus – LohbrĂŒgge Nord – Bergedorf Bf. (ab 30. September 1962; nach 1964 ĂŒber Holtenklinke bis Börnsen verlĂ€ngert; am 2. Januar 1967 bis Neu-Börnsen verlĂ€ngert, HVV-Linie 234 bzw. östl. Teil spĂ€ter Linie 435)
160 Bergedorf Bf. – Mohnhof – Krankenhaus – Sternwarte – Friedhof (ex Linie zu 15, 3. Juni 1956 – 26. Mai 1962, nur sonntags)
180 Öjendorf – Billstedt – Billbrook – Tiefstack Bf. – Rothenburgsort, Zollvereinsstr. (am 24. September 1967 aufgeteilt in HVV-Linien 233 und 360, letztere spĂ€ter HVV-Linie 130, jetzt Linie 119)
190 Billbrook – Billbrookdeich – Billwerder-Moorfleet Bf. – Moorfleet (nur werktags; ab 24. September 1967 HVV-Linie 460, ab 27. September 1970 Linie 330, jetzt 432)
200 Hamburg ZOB – Billstedt – LohbrĂŒgge-Nord – Glinde (am 2. Januar 1967 Bedienungsverbot zwischen ZOB und Billstedt aufgehoben, am 24. September 1967 als HVV-Linie 332 ĂŒber Neu-Schönningstedt und Stemwarde bis Kronshorst verlĂ€ngert)
250 Stadtverkehr Ahrensburg: Rosen-/Lilienweg – Ahrensburg West U-Bf. – Hamburger Str./Wulfsdorfer Weg – Ahrensburg Bf. – Manhagener Allee – Ahrensburg Ost U-Bf. – Am Hagen (ab 4. Oktober 1959)
260 Hamburg ZOB – Billstedt – Kirchsteinbek – Boberg – Reinbek, Juridwerke – Schönningstedt – Neu-Schönningstedt, Haidkrug – Trittau (ab 30. Mai 1965, spĂ€ter als HVV-Linie 332 ab Billstedt)
270 Reinbek Bf. – Schönningstedt – Glinde – Neu-Schönningstedt – Stemwarde – Stellau – Stapelfeld – Braak – Siek – Schmalenbeck – Groß-Hansdorf – Ahrensburg, Berufsschule (einzelne SchĂŒlerfahrt ab 1957; wurde erst im Januar 1982 in den HVV-Tarif integriert, zunĂ€chst als Linie 469, dann 437, jetzt 776)
280 Reinbek – Schönningstedt – Neuschönningstedt – Glinde – Willinghusen – Stemwarde – Stellau – Stapelfeld – ĂŒber Autobahn A 1 – Bad Oldesloe, Berufsschule (Einzelfahrt morgens hin, nachmittags zurĂŒck). Diese Linie wurde am 30. September 1956 von Trittau Bf. ĂŒber Schönberg – Eichede – Treuholz Bf. nach Bad Oldesloe mit 30,2 km LinienlĂ€nge neu eingerichtet. Sie war nie Teil des HVV-Angebots.
300 Bergedorf Bf. – LohbrĂŒgge Markt – LohbrĂŒgge Nord, Leuschnerstraße (ab November 1964; ab 24. September 1967 HVV-Linie 334 bis Korachstr.)
310 Bergedorf Bf. – LohbrĂŒgge Markt – Leuschnerstr. – Röpraredder – Reinbek, Hamburger Str. – Siedlung Hinschendorf – Störmer Weg (ab 26. September 1965; ab 2. Januar 1967 HVV-Linie 137)

Im Jahr 1955 wurden 111 Fahrzeuge auf einem Streckennetz von 244 km eingesetzt, die Tages-Kilometerleistung lag bei 16.600 km mit durchschnittlich etwa 36.000 beförderten FahrgÀsten am Tag, die Gesamt-Kilometerleistung im Jahr betrug 6,064 Mio. km bei 13,0071 Mio. beförderten Personen. Die BeschÀftigtenzahl lag bei 495 Personen.

Der Betrieb der VHH-Eisenbahnen (ehemals BGE, Billwerder Industriebahn und SĂŒdstormarnsche Kreisbahn; nur noch GĂŒterverkehr) wurde 1956 an die AKN abgegeben, die damit den Betrieb aller hamburgischen Eisenbahnen durchfĂŒhrte. So wurde das Ziel einer rationelleren Betriebsweise durch einen gemeinsamen Betrieb erreicht.

Bei der VHH fuhren von Beginn an Busfahrer als sogenannte „Selbstkassierer“, Schaffner wurden bis 1957 hauptsĂ€chlich in OmnibuszĂŒgen eingesetzt. Der letzte Schaffnerbus war ein dreitĂŒriger Mercedes-Benz O 317k von 1967 mit Schaffnersitz an der hinteren TĂŒr (Zweispur-Einstieg), der als EinzelstĂŒck bis zum 19. Dezember 1974 mit der letzten Schaffnerin auf der Ringlinie 135 in Bergedorf fuhr. Der Fahrscheinverkauf in den Bussen erfolgte ab 1953 mittels Almex-Fahrscheindrucker, von 1967 (zur EinfĂŒhrung des HVV-Gemeinschaftstarifs) bis 1998 durch TIM-Drucker. Die EinfĂŒhrung elektronischer Fahrscheindrucker wurde 1994 bis 1998, zuerst im Betriebshof Quickborn, vorgenommen.cite-ref-19[19]

Ab 1955 wurde der UKW-Funksprechverkehr eingefĂŒhrt und 1957 die erste vollautomatische Bus-Waschanlage in Deutschland in Betrieb genommen. Ende 1957 waren bereits 90 von 276 bei der VHH eingesetzten Fahrzeuge mit SprechfunkgerĂ€ten versehen und mit der Zentrale in Bergedorf verbunden. Dabei waren auch zwei Werkstatt-Hilfswagen. Ab 1958 wurden im Betriebshof Bergedorf Heizanlagen fĂŒr Busse installiert.cite-ref-20[20]

1964 wurden 204 Busse auf 55 Buslinien mit 949 km LÀnge eingesetzt, rund 30 Mio. Personen wurden durch die VHH befördert.

In den 1960er Jahren gab es sonntags eine Fahrt vom ZOB Hamburg zum Seehospital in Sahlenburg bei Cuxhaven und zurĂŒck.cite-ref-21[21]

Expansion durch Übernahme von Busbetrieben in Holstein

‱ Am 1. Juli 1956 ĂŒbernahm die VHH den Stadtbusverkehr in NeumĂŒnster von der Fa. Glau und Habild mit dem Betriebshof in der Rosenstraße sowie 19 Omnibussen und 4 BusanhĂ€ngern und betrieb danach die Linien 51–68. 1957/1958 wurde auch der Ortsverkehr Bordesholm von der VHH bedient. 1958 kamen Linien nach HeidmĂŒhlen, Wahlstedt und Bad Bramstedt dazu.cite-ref-22[22]
‱ Im September 1956 wurde der Busbetrieb des Unternehmers Gatermann in Ahrensburg ĂŒbernommen und als Linie 25 betrieben. Der bereits zum 1. Januar 1955 an einen Privatunternehmer abgegebene Betrieb der Ahrensburger Linien ist 1957 wieder selbst ĂŒbernommen worden.cite-ref-23[23] Daraus entstanden spĂ€ter die HVV-Linien 169/269.
‱ Die VHH ĂŒbernahm zum Sommerfahrplan 1957 den Ortsverkehr Bordesholm von der Firma Werner Gram, gab ihn 1958 aber wieder ab.
‱ Am 1. November 1957 wurde von Ruy Prahl der Omnibusbetrieb Heinrich Prahl („Mittelholsteiner Liniendienst“)cite-ref-24[24] in Bad Bramstedt mit 41 BeschĂ€ftigten, 16 Omnibussen (Borgward, BĂŒssing, Magirus-Deutz und Krauss-Maffei), 3 Sattelzugomnibussen und einem GerĂ€tewagen sowie 17 Buslinien nach Hamburg, Hohenwestedt, Itzehoe und Bad Segeberg sowie zwischen Kellinghusen und Nortorf ĂŒbernommencite-ref-25[25] und mit neuen Liniennummern weiter betrieben:cite-ref-26[26]

0660 (NeumĂŒnster Hbf ← Boostedt ← Großenaspe ←) Bimöhlen – Bad Bramstedt (LinienlĂ€nge 23,7 km; nur Einzelfahrten morgens bis mittags)
0670 NeumĂŒnster Hbf – Hardebek – Hasenkrug (– Brokstedt – Fuhlendorf – Bad Bramstedt Bf.) (28,5 km; nur werktags, kein SpĂ€tverkehr)
1010 Hamburg ZOB – Feldstraße – S-Bf. Holstenstr. – Eidelstedt – Schnelsen – Bönningstedt – Hasloh – Quickborn – Bad Bramstedt (– Wrist Bf. – Kellinghusen – Rade – Meezen – Hohenwestedt) (79 km LinienlĂ€nge, teilw. im Auftrag der AKNcite-ref-27[27]; nach 1967 in eigener Regie außerhalb des HVV fortgefĂŒhrt, Bad Bramstedt – Hohenwestedt 1978 eingestellt, Rest 1984 von Autokraft Linie 1675 ĂŒbernommen)
1020 Bad Bramstedt – Wrist Bf. – Kellinghusen – Westermoor – Kronsmoor – Itzehoe (29,9 km; im Mai 1962 an die Deutsche Bundespost)
1030 Hamburg Ochsenzoll Bf. – (Lindenhof – Harksheide, Marktplatz) – Harksheide, SchĂŒtzenwall (am 30. Juli 1967 Bedienungsverbot auf der Ulzburger Str. aufgehoben, HVV-Linie 193)
1040 Barmstedt – Groß Offenseth-Aspern – Itzehoe (nur bis 1959)
1050 Pinneberg Bf. – Kummerfeld – Oha – Ellerhoop – Bevern – Barmstedt Bf. (– Lutzhorn) (23,5 km; ab 1982 nur noch Barmstedt–Lutzhorn [außerhalb des HVV], Pinneberg–Kummerfeld–Ellerhoop an PVG-Linie 394 im HVV)cite-ref-28[28]
1060 Hamburg Ochsenzoll Bf. – Harksheide – Rhen – Henstedt – Kisdorf (– SievershĂŒtten – Stuvenborn – Todesfelde – Wittenborn – Bad Segeberg Bf.) (49,1 km; Kisdorf – Bad Segeberg im Mai 1962 an Deutsche Bundespost; Rest teilw. im Auftrag der ANBcite-ref-29[29]; ab 1. November 1967 Ochsenzoll – Kisdorf HVV-Linie 293)
1070 Bad Bramstedt – Hasenmoor – Hartenholm – Wittenborn – Bad Segeberg Bf. (31,6 km; im Mai 1962 an die Deutsche Bundespost)
1100 Kaltenkirchen Bf. – Oersdorf (– Winsen – Kattendorf – HĂŒttblek –) StruvenhĂŒtten (15,7 km; nur Einzelfahrten freitags vormittags)
1110 Bad Bramstedt – Lentföhrden – Heidkaten – Moorkaten – Kaltenkirchen Bf. – Oersdorf – SievershĂŒtten – Todesfelde – Wittenborn – Bad Segeberg Bf. (51,1 km; nur Einzelfahrt werktags, morgens hin, abends zurĂŒck; im Mai 1962 an die Deutsche Bundespost)
1120 Bad Bramstedt – Weddelbrook – Mönkloh (8 km; nur zwei Fahrtenpaare mi+sa morgens und mittags; 1972 an Fa. Storjohann in Bad Bramstedt)
1130 Hamburg Ochsenzoll Bf. – GlashĂŒtte – Tangstedt – Wilstedt (– Wilstedt Siedl. / – Wakendorf II) (19,5 km; ab 24. September 1967 nur noch bis Wilstedt Siedl., zunĂ€chst HVV-Linie 192, ab Mai 1968 Linie 378)
Die VHH hatten nach der Übernahme nun 175 Busse, die in den drei Betriebshöfen Bergedorf, Trittau und Bad Bramstedt gewartet wurden.
Bereits 1962 wurde die Betriebsstelle in Bad Bramstedt mit den dortigen Linien an die Deutsche Bundespost abgegeben, die restlichen ehemaligen Prahl-Linien wurden nun vom Betriebshof Quickborn (ex Mullikas) aus betrieben.

‱ Am 1. Februar 1962 ĂŒbernahm die VHH den Busbetrieb der Firma Paul Mullikas in Quickborn mit seinem Betriebshof, der Belegschaft (19 Fahrer, 5 Schaffner, 12 BeschĂ€ftigte in der Werkstatt sowie 4 im BĂŒro), 22 Bussen (Krauss-Maffei und Daimler-Benz) und 8 BusanhĂ€ngern sowie den Linien zwischen Barmstedt, Pinneberg und Hamburg (Schnelsen sowie Langenhorn).cite-ref-30[30] Dazu gehörte die seit den 1920er Jahren betriebene Linie 100, die von Barmstedt ĂŒber Quickborn zum ZOB in Hamburg fĂŒhrte, und die 1950 eingefĂŒhrte Linie 118, die vom Bf. Ochsenzoll ĂŒber Garstedt, Schnelsen und Rellingen zum Bahnhof Pinneberg fĂŒhrte. Letztere bekam am 24. September 1967 die HVV-Liniennummer 195.cite-ref-31[31]

1000 Hamburg ZOB – Feldstr. – Bf. Holstenstr. – Langenfelde – Stellingen – Eidelstedt – Schnelsen – Bönningstedt – Hasloh – Quickborn – Hemdingen – Heede – Barmstedt (40,9 km; ab 2. Januar 1967 Quickborn–Barmstedt zunĂ€chst HVV-Linie 179, ab 1968 Linie 294)
116/117 (Pinneberg Bf. – Borstel-Hohenraden –) Quickborn Bf. – Ellerau – Quickborn-Heide – Friedrichsgabe – Ulzburger Str. – Hamburg Ochsenzoll Bf. (28,4 km; bis 1966 im Auftrag der ANBcite-ref-32[32]; ab September 1967 HVV-Linie 194)
1180 Pinneberg Bf. – Rellingen – Ellerbek – Neu-EgenbĂŒttel – Hamburg-Schnelsen – Ohe – Garstedt – Hamburg Ochsenzoll Bf. (22,2 km; ab September 1967 HVV-Linie 195)
1190 Pinneberg Bf. – Rellingen – Tangstedt (6,2 km; zunĂ€chst nur zwei Fahrten werktags; ab September 1967 HVV-Linie 395)
Die ab Dezember 1927 betriebene Linie 100 wurde 1967 aufgeteilt: der nordwestliche Teil Barmstedt–Quickborn wurde zunĂ€chst als Linie 179, dann als Linie 294 innerhalb des HVV betrieben, der restliche Teil (Hamburg–Quickborn) wurde zusammen mit Linie 101 außerhalb des HVV-Tarifs weiterbetrieben. Zum 3. Juni 1984 wurde die Linie mit alternierenden FĂŒhrungen (ĂŒber Eidelstedt bzw. Niendorf) von der Autokraft ĂŒbernommen: Kursbuchnummer 1675 Hamburg ZOB – Quickborn – Bad Bramstedt (– NeumĂŒnster – Kiel), ab 1998 unter der Liniennummer 4540.

‱ Am 1. April 1962 ĂŒbernahm die VHH den Stadtbusverkehr der Fa. Gustav Eder in Geesthacht mit zwei Krauss-Maffei KMS-125-Bussen (ab 1966 Linie 16, ab 24. September 1967 HVV-Linie 331).
‱ Am 27. September 1970 wurde der Busbetrieb Joseph Meister in Lauenburg mit fĂŒnf Bussen und zwei Kleinbussen ĂŒbernommen, der Stadtbusverkehr wurde danach als HVV-Linie 531 betrieben.
‱ Am 1. Januar 1972 wurde der Busbetrieb Hansa Kiel GmbH in Kronshagen mit elf Bussen ĂŒbernommen (Überland-Buslinien 81–83). Die Konzessionen dieser Linien wurden am 1. Februar 1978 (nach Quellen der HHA, zu der die PVG damals gehörte, im Mai 1977, vermutlich der Übergabe-Zeitpunkt der BetriebsfĂŒhrerschaft) an die PVG abgegeben, die diese am 1. Juni 1985 an die Autokraft abgaben.

Die VHH als HVV-Verbundverkehrsunternehmen

Die VHH war 1965 GrĂŒndungsmitglied des ersten Verkehrsverbundes in Deutschland, des Hamburger Verkehrsverbundes HVV. Im Zusammenhang mit der Integration in den Verbund wurde am 2. Januar 1967 die vorherige Buslinie 1 (Hamburg ZOB – Billstedt – Bergedorf – Geesthacht – Lauenburg) aufgeteilt in zwei Buslinien mit Normaltarif auf Teilstrecken (131: Hamburg ZOB – Billstedt – Bf. Bergedorf – Geesthacht – Tesperhude / – Oberstadt und 231: Bf. Bergedorf – Geesthacht – Lauenburg) sowie in eine Regional-Schnellbuslinie umgewandelt. Als Linie 21 verkehrte letztere danach zum 1.-Klasse-/Schnellbus-Tarif des HVV, spĂ€ter lautete die Liniennummer 31; seit Dezember 2021 verkehrt sie als zuschlagfreie ExpressBus-Linie X80. Vom 2. Januar 1967 bis Ende Juli 1968 erfolgte eine weitgehende Umstellung der Liniennummern im HVV. Die Stadt- und Regionalbuslinien erhielten nun dreistellige Nummern mit Bereichskennung als mittlere Ziffer, damit war eine klare Zuordnung möglich und es gab keine Doppelbezeichnungen mehr. Einige regional verkehrende Linien wurden in das Hamburger Stadtnetz integriert, beispielsweise wurde die bisherige Linie 21 (Hamburg ZOB – Wandsbek – Rahlstedt – Trittau) zwischen Hamburg ZOB und Wandsbek Markt eingestellt (wg. Parallelverkehr zur U-Bahn), die nun 364 genannte Linie bediente alle Haltestellen der hier auch verlaufenden HHA-Linie 164 zwischen U-Bf. Wandsbek Markt und Rahlstedt mit, das frĂŒhere Bedienungsverbot wurde aufgehoben.
Die Linien 100/101 zwischen Hamburg Hbf/ZOB und Bad Bramstedt sowie 105 nach Lutzhorn wurden ebenso wie die Linien 27 und 28 nicht in den HVV-Tarif integriert. Erstere wurden 1984 an die Autokraft abgegeben.

1967 wurde die neue Linie 431 von Geesthacht Markt ĂŒber die neue ElbbrĂŒcke nach Niedermarschacht eingerichtet. SpĂ€ter wurde die Linie ĂŒber Artlenburg nach Lauenburg verlĂ€ngert. Diese Linie fĂŒhrt(e) nach/durch Niedersachsen.

Ende 1967 hatten die innerhalb des HVV betriebenen VHH-Linien eine LĂ€nge von 736,9 km (+ 127,9 km), die StreckenlĂ€nge betrug hier 432 km (+ 13,3 km), es gab auf 45 Linien 21,7 Mio. BeförderungsfĂ€lle, mit 173 Bussen wurden 825,8 Mio. Platzkilometer geleistet, die Platzausnutzung lag bei 22,5 %. Die Zahl der Haltestellen betrug 621. Die mittlere Reisegeschwindigkeit lag bei 25,5 km/h. Die VHH erhielt 1967 fĂŒr ihre Leistungen innerhalb des Verkehrsverbundes vom HVV nach dem Einnahmenaufteilungsvertrag 14,941 Mio. DM zugeteilt.cite-ref-33[33]
1968 wurden 267 Busse eingesetzt. Als Ausgleich fĂŒr die entfallenen Leistungen der Buslinien zwischen Hamburg ZOB und Wandsbek bzw. Billstedt, die wegen der neugebauten U-Bahn dorthin zurĂŒckgezogen wurden, erhielt die VHH Leistungen als Auftragsfahrten auf HHA-Buslinien im Bereich Wandsbek. Solche Auftragsfahrten werden in sehr viel geringerem Umfang noch heute, besonders im Raum Hamburg-Rahlstedt, geleistet.
Der Schienenersatzverkehr der im September 1973 auf dem, nicht in den HVV-Gemeinschaftstarif einbezogenen, aufgegebenen Streckenabschnitt der Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn (EBOE) von Barmstedt ĂŒber Ulzburg nach Bad Oldesloe wurde bis 1983 von der VHH durchgefĂŒhrt, 1983 ist er fĂŒr etliche Jahre vom Omnibusbetrieb Otto Strunk ĂŒbernommen wordencite-ref-34[34], zuletzt mit einer Gemeinschaftskonzession mit der VHH/PVG. Inzwischen wird die Linie 7141 von Henstedt-Ulzburg ĂŒber Nahe nach Bad Oldesloe allein von der VHH betrieben; auf dem StreckenstĂŒck von Barmstedt ĂŒber Langeln und Alveslohe nach Henstedt-Ulzburg wird nur noch eine Fahrt in dieser Richtung als Linie 6541 angeboten – der Ersatzverkehr ist hier wegen des wieder aufgenommenen Schienenverkehrs nicht mehr erforderlich –, die restlichen Fahrten der Linie 6541 bedienen hier jetzt mehr die FlĂ€che bis Hemdingen.

1976 setzte die VHH 321 Busse von Betriebsstellen in Hamburg-Bergedorf, Glinde, Trittau, Ahrensburg, Lauenburg, Quickborn, NeumĂŒnster und Kiel (hier 6 Wagen) ein.
1975–1979 wurde der Ă€lteste und grĂ¶ĂŸte Betriebshof der VHH (ehemals BGE) in Bergedorf aus- und neugebaut. Im Februar 1976 wurde die neue Pflegehalle in Betrieb genommen, außerdem 186 BusstellplĂ€tze in SchrĂ€gaufstellung mit LadesĂ€ulen im Freien, im April 1978 folgte die neue Hauptwerkstatt und im April 1979 das neue BetriebsdienstgebĂ€ude und 224 Pkw-StellplĂ€tze fĂŒr die Mitarbeiter und Besucher.

In den 1980er Jahren sank die Verkehrsnachfrage aufgrund sinkender SchĂŒlerzahlen, BevölkerungsrĂŒckgang in Hamburg und steigendem Individualverkehr. Im Jahr 1984 ging die Zahl des Beförderungsaufkommens im Linienverkehr um 5,5 % auf 32,11 Mio. FahrgĂ€ste zurĂŒck; innerhalb des HVVs reduzierte sich die Nachfrage von 33,3 Mio. auf 32,0 Mio. FahrgĂ€ste (− 3,8 %), auf den Linien außerhalb des HVVs ging die Beförderungszahl von 0,29 Mio. auf 0,14 Mio. zurĂŒck, der Stadtbusverkehr NeumĂŒnster wurde nun nur noch im Auftrag der Stadtwerke gefahren. Im Gelegenheitsverkehr sank das Fahrgastaufkommen um 30,2 % auf 0,14 Mio. FahrgĂ€ste. Die Nutzwagenkilometer betrugen 15,6 Mio. km im HVV, im Auftragsverkehr 2,89 Mio. km, im Gelegenheitsverkehr 1,08 Mio. km. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 67,61 Mio. DM. 1022 Mitarbeiter wurden beschĂ€ftigt, 39,3 Mio. DM wurden an Löhnen und GehĂ€ltern gezahlt, 7,2 Mio.DM an sozialen Abgaben und 2,4 Mio. DM fĂŒr Altersversorgung und UnterstĂŒtzung.cite-ref-35[35]

Am 26. August 1985 wurden die 1983 abgegebenen Schulbusfahrten in den Vier- und Marschlanden wieder von der VHH ĂŒbernommen. Dabei wurden diese Fahrten in den allgemeinen ÖPNV integriert und im HVV-Fahrplan veröffentlicht. Zur besseren Orientierung der jungen Kinder bekamen die „SchĂŒlerlinien“ zusĂ€tzlich Tiersymbole als Linienkennzeichen. Folgende Linien waren betroffen:cite-ref-36[36]cite-ref-37[37]

2200 Moorfleet – Spadenland – Zentralschule Ochsenwerder = Hase
2210 Krapphofschleuse – Reitbrook – Zentralschule Mittlerer Landweg – S Nettelnburg – Bf. Bergedorf = Hahn
3220 Overwerder – Warwisch – Schule FĂŒnfhausen – WulffsbrĂŒcke – Heinr.-Osterath-Str. – Zentralschule Kirchwerder = Eichhörnchen
4220 Zentralschule Ochsenwerder → WulffsbrĂŒcke → Schule FĂŒnfhausen → Oortkaten → Gauert → Zentralschule Ochsenwerder = Pelikan
3230 Fersenweg – Overwerder – Howe – LĂŒtjenburg – Schule Zollenspieker – Zentralschule Kirchwerder – Neuengammer Hausdeich – Zentralschule Curslack = Maus
1240 = Pinguin
4240 KĂ€lbersteert – Kiebitzdeich – Krauel – Kirchwerder MĂŒhlendamm – Zentralschule Kirchwerder – Schule Zollenspieker = Ochsenkopf
2270 Kiebitzbrack – Kiebitzdeich – Neuengamme – Zentralschule Curslack = Schmetterling
2280 Schule Altengamme – Horst = Fisch
3280 Speckenweg – Horst – Borghorst – Schule Altengamme – Horst – Speckenweg – Achterschlag – Zentralschule Curslack = KĂ€nguruh

Zum 2. Juni 1991 wurde auch im Raum Trittau/LĂŒtjensee der SchĂŒlerverkehr in den allgemeinen ÖPNV-Verkehr im HVV integriert und damit fĂŒr jeden nutzbar. Auch hier bekamen diese nur an Schultagen verkehrenden Zusatzfahrten Tiersymbole:cite-ref-38[38]

3330 Witzhave – Grande – Schulzentrum Trittau = Hahn
2370 (Brunsbek-Langelohe –) Kronshorst – Rausdorf – Trittau, Vorburg – Schulzentrum Trittau = Hase
4640 Großensee – LĂŒtjensee – (Dwerkaten) – Grönwohld – Schulzentrum Trittau – Campe-Schule = Eichhörnchen
3690 Trittau, Rausdorfer Str. (West) – Schulzentrum Trittau = Schmetterling
5690 Köthel – Hamfelde – Schulzentrum Trittau (– Grönwohld – Großhansdorf – Schulzentrum Schmalenbeck → Bf. Ahrensburg → Ahrensburg, Berufsschule) = Pinguin

Am 31. Dezember 1985 waren bei der VHH 1049 Mitarbeiter, davon 725 Fahrer, beschĂ€ftigt. Es gab 356 Busse in den fĂŒnf Betriebshöfen in Bergedorf (165 Busse, davon 140 Standardbusse, 12 Schnellbusse, 11 Reisebusse und 2 Museumsbusse), Glinde (64 Busse, außerdem 6 Überlandbusse in Trittau fĂŒr den SchĂŒlerverkehr), Ahrensburg (23 Busse), Quickborn (46 Stadtbusse, 2 Überlandbusse, 8 Reisebusse) und NeumĂŒnster (32 Busse, davon 18 der Stadtwerke NeumĂŒnster).cite-ref-39[39] Die Zahl der geleisteten Platzkilometer lag im Jahr 1985 bei 1,421 Milliarden.cite-ref-40[40] Es wurden 32,2 Mio. FahrgĂ€ste befördert.
Vom Betriebshof Glinde wurden fĂŒr die HHA-Linien 116, 260, 261, 163, 263, 165 und der Nachtlinie 618 von der VHH Auftragsfahrten geleistet. FĂŒr die VHH fĂŒhrten 1986 folgende Betriebe Auftragsfahrten durch:cite-ref-41[41]

‱ Orthmann's Reisedienst (ORD, Tochterunternehmen der VHH) auf den Linien 130, 131, 231, 132, 135, 237 und Nachtlinie 609 mit ehemaligen VHH-Bussen
‱ Travers Omnibus-Gesellschaft (TOG, Tochterunternehmen der HHA) auf den Linien 122, 230, 330, 231, 133, 333, 364 und Nachtlinie 609
‱ Dahmetal auf der Linie 369 (HoisbĂŒttel – BĂŒnningstedt – Ahrensburg Bf. – Großhansdorf – LĂŒtjensee – Trittau – Basthorst)

Neben dem öffentlichen Linienverkehr bedient die VHH auch Linien fĂŒr SchĂŒler und Werkverkehr, so wurden z. B. Ende der 1980er Jahre im Bereich Norderstedt folgende Linien betrieben (700er Linien = Schulverkehrslinien, 800er Linien = Werkverkehr):cite-ref-42[42]

7420 Friedrichsgabe – Syltkuhlen (spĂ€ter Linie 796)
7460 Schulzentrum SĂŒd – Tangstedt (spĂ€ter Linie 478)
7480 Norderstedt-Garstedt/Harksheide – kath. Schule Langenhorn (spĂ€ter Linie 793)
8130 Ochsenzoll Bf. – Gewerbegebiet Harkshörn (Pea)
8140 Garstedt Bf. – Gewerbegebiet Harkshörn

Grenzverkehr zur DDR und deren Wende

Nach EinfĂŒhrung des kleinen Grenzverkehrs mit der DDR wurde 1973 eine Linie von Lauenburg zur nahen GrenzĂŒbergangsstelle Horst an der innerdeutschen Grenze eröffnet, wo der Umstieg auf Busse des Kraftverkehrs Hagenow erfolgte. Die auf dieser Linie 20 (außerhalb des HVV) eingesetzten Busse durften damals keine Werbung tragen oder mit den sonst ĂŒblichen UKW-FunkgerĂ€ten ausgerĂŒstet sein.
In der Wendezeit der DDR entfiel Ende 1989 der Umstieg an der GrenzĂŒbergangsstelle, die Linie 20 von Lauenburg nach Horst wurde bis Boizenburg verlĂ€ngert und zusammen mit dem Kraftverkehr Hagenow als Linie 15 betrieben. Diese Gemeinschaftslinie wurde spĂ€ter jahrelang mit der inzwischen entstandenen Ludwigsluster Verkehrsgesellschaft unter der Liniennummer 515 betrieben.

Ab dem 3. Februar 1990 fĂŒhrte die VHH Fahrten mit Reisebussen vom Hamburger ZOB ĂŒber Lauenburg und Hagenow nach Schwerin, spĂ€ter bis nach Wismar, als Linie 16 durch. Die Fahrten fanden mindestens zweimal wöchentlich statt, bei Bedarf auch öfter, morgens nach Schwerin und abends zurĂŒck. Die Gegenfahrten fĂŒhrte der Kraftverkehr Hagenow durch.cite-ref-43[43]

Im Dezember 1989 wurden 16 Busse speziell ausgerĂŒstet und mit der Aufschrift „Die Bundesrepublik informiert“ versehen an das Bundespresseamt vermietet. Sie wurden bis April 1990 als „Infomobil“ in verschiedenen bundesdeutschen StĂ€dten in GrenznĂ€he und West-Berlin zur „Information der Besucher aus der DDR ĂŒber die praktischen Fragen des tĂ€glichen Lebens in der Bundesrepublik“ eingesetzt. Zwei Busse wurden noch bis Ende Mai 1990 in Hamburg bzw. in Berlin eingesetzt.cite-ref-44[44]
Im Januar 1990 wurden zwei Stadtbusse vom Typ Mercedes-Benz O 305 (Wg. 8007+8010) der Hamburger Partnerstadt Dresden geschenkt.
Den Verkehrsbetrieben Hagenow, Magdeburg, Dresden und GĂŒstrow wurde fachliche UnterstĂŒtzung bei der Umgestaltung und Anpassung ihrer Betriebe an die neuen Erfordernisse geleistet.

1990er Jahre

Der offizielle Firmensitz der VHH befand sich im Hochbahnhaus in der Steinstraße 20, die kaufmĂ€nnische und die Personalverwaltung hatte ihren Sitz noch bis 1996 in der Grusonstraße in Hamburg-Billbrook.

Im Bezirk Bergedorf wurde am 31. Mai 1992 das Frauen-Nachtauto (FNB) zur Beförderung von Frauen und Kindern bis zum Alter von zwölf Jahren nach telefonischer Anmeldung eingefĂŒhrt. Angeboten wurden die Fahrten von Mai bis Ende September von 18 Uhr bis 2 Uhr nachts (in den NĂ€chten zum Sonnabend, Sonntag und vor Feiertagen sogar bis 4 Uhr), von Ende September bis Mai bereits ab 16:30 Uhr. FĂŒr eine Fahrt waren 5 DM, mit gĂŒltiger HVV-Fahrkarte 4 DM zu zahlen, die Beförderung von Kindern von 4 bis 12 Jahren kostete 3 DM.cite-ref-45[45] Die VHH beschaffte hierfĂŒr drei Mitsubishi L 300 Minibusse (Wagen 8931–8933).cite-ref-46[46] Am 29. Mai 1994 wurde das Frauen-Nachtauto abgelöst durch ein fĂŒr alle offenes Anruf-Sammel-Taxi-System (AST 829). Das Bedienungsgebiet sind nun nur noch die Vier- und Marschlande, dieses wurde in acht örtlich abgegrenzte Zielgebiete eingeteilt, die von Taxis zu festgelegten stĂŒndlichen Abfahrtzeiten vom Bahnhof Bergedorf aus angefahren werden. Andersherum können aus dem Gebiet von bestehenden Haltestellen Fahrten im Gebiet und zum Bahnhof Bergedorf angetreten werden. Die FahrtwĂŒnsche mĂŒssen vorher bei der VHH angemeldet werden. Das Gebiet ist zur Ermittlung des Fahrpreises in zwei Zonen eingeteilt, fĂŒr HVV-Zeitkarten-Inhaber gibt es ErmĂ€ĂŸigung.cite-ref-47[47]

1992 setzte die VHH 345 Busse auf 65 Linien ein. 1993 wurden mit 358 Bussen (davon bereits 111 Niederflurbusse; 34 Busse standen im Eigentum der Stadtwerke NeumĂŒnster) auf 97 Linien (davon 87 innerhalb des HVV) mit insgesamt 2036 km LinienlĂ€nge (768 km StreckenlĂ€nge) und etwa 1200 Haltestellen 55,676 Mio. Personen befördert. Die Betriebsleistung lag 1993 bei 24.786 Mio. Wagenkilometern (17.010 Mio. innerhalb des HVV, 102 Mio. außerhalb des HVV, 7,545 Mio. im Auftrag anderer und 129 Mio. fĂŒr Frauen-Nachtauto im Bezirk Bergedorf/Vierlanden). Die Anzahl der Mitarbeiter betrug am 31. Dezember 1993 1244 (929 im Fahrdienst, 70 im Betriebsdienst, 177 im Werkstatt- und Pflegedienst, 47 in der Verwaltung, außerdem 21 Auszubildende).cite-ref-48[48]
1995 beförderte die VHH mit 348 Bussen, davon 166 Niederflurbusse, auf 100 Linien (davon 84 innerhalb des HVV) mit 2035 km LĂ€nge (783 km StreckenlĂ€nge) 39,184 Mio. FahrgĂ€ste. Der Reiseverkehr wurde ab 1994 ĂŒber das damalige VHH-Tochterunternehmen Hans H. GrĂŒnwold GmbH (82 % VHH-Anteil) mit modernen Reisebussen (Reisering Hamburg) durchgefĂŒhrt.cite-ref-49[49] Mitte der 1990er Jahre wurden die ersten Gelenkbusse gebraucht gekauft und zunĂ€chst im SchĂŒlerverkehr eingesetzt. Ab Anfang 1998 wurde die Linie 334 im Neubaugebiet Neu-Allermöhe die erste VHH-Stadtbuslinie, auf der hauptsĂ€chlich Gelenkbusse eingesetzt wurden.cite-ref-50[50]

1996 wurde der Hamburger Verkehrsverbund (HVV), der bisher auch die Verkehrsplanung fĂŒr die verschiedenen beteiligten Verkehrsunternehmen gemeinsam erledigte, umstrukturiert und in eine GmbH umgewandelt. Viele Aufgaben wurden nun wieder von den Verkehrsunternehmen selbst ĂŒbernommen, die dafĂŒr die oft bisher an den HVV „ausgeliehenen“ Mitarbeiter bei sich ĂŒbernahm. Die VHH fĂŒhrte nun die Verwaltungsfunktionen in Bergedorf zusammen, dafĂŒr wurde der neue Anbau an das VerwaltungsgebĂ€ude bezogen.cite-ref-51[51]

1998 hatte die VHH 398 Busse, davon 324 Solo-Linienbusse, 12 Gelenkbusse, 27 Überlandbusse, 3 Kleinbusse und 32 Reisebusse im Bestand, mit denen rund 22 Mio. Wagenkilometer geleistet wurden. Der Niederfluranteil lag inzwischen bei 80 %. Die VHH betrieb 99 Linien innerhalb und elf außerhalb des HVV mit zusammen 2180 km LinienlĂ€nge, auf den eigenen Linien wurden rund 38,5 Mio. FahrgĂ€ste befördert. Insgesamt waren 1064 Personen bei der VHH beschĂ€ftigt, davon 858 im Fahrdienst, 114 in den WerkstĂ€tten und 72 in Verwaltung und Beratung. Es gab 20 Auszubildende.cite-ref-52[52]

Um Kosten zu sparen, setzte die VHH auch in den 1990er Jahren Fremdunternehmen (z. B. Oberelbe Touristik GmbH (OTG) in Geesthacht und Viking Reisen in Norderstedt [1995–2007]) ein, die mit ihren Bussen im Auftrag auf bestimmten VHH-Linien fuhren. Auch die PVG fĂŒhrte im Kreis Pinneberg und der Stadt Norderstedt Fahrten auf VHH-Linien durch, die VHH setzte ihrerseits Wagen auf PVG-Linien ein (z. B. Linie 115). Auf den zwei fĂŒr die Stadtwerke Norderstedt konzessionierten Buslinien fĂŒhrte die VHH den Betrieb durch. Der Auftragsverkehr fĂŒr die HHA im Bezirk Wandsbek wurde weiterhin durchgefĂŒhrt, hierfĂŒr wurde auch die Tochterfirma Orthmann's Reisedienst GmbH (ORD, damals 95 % VHH-Anteil) eingesetzt. Der Verkehr im Raum Ahrensburg wurde 1995 an das ausgegrĂŒndete Tochterunternehmen Ahrensburger Busbetriebsgesellschaft mbH (abg, damals VHH 51 % und OTG 49 %) ĂŒbertragen. Auch die HHA fĂŒhrte Fahrten auf einzelnen Linien der VHH aus, außerdem die Firmen Dahmetal J. Rudolf & Sohn GmbH & Co. KG, Zerbin, ab Dezember 2014 auch der Kieler Busbetrieb Vineta im Raum Norderstedt/Pinneberg, ab 2018 der Reisedienst Hamburg im westlichen Bereich und ab Anfang 2020 auch umbrella, Elite Traffic und die Autokraft.

Eingesetzte Fahrzeuge

Nach verschiedenen BĂŒssing-Baumustern und Daimler-Benz O 3500, O 6600 H und O 321 H und HL sowie einzelnen Mercedes-Benz O 319 und Krauss-Maffei KMO und KML (auch von ĂŒbernommenen Busbetrieben wie Mullikas) wurden in den 1960er Jahren hauptsĂ€chlich Busse von BĂŒssing (PrĂ€sident und Senator), Daimler-Benz (O 317, neu 1958 bis 1967; Stormarner Wagen mit Ausstieg am Heck, Bergedorfer Wagen mit Ausstieg in der Mitte) und Magirus-Deutz (Saturn II bzw. 150 S und 150 LS, neu 1962 bis 1966) beschafft. Seit 1964 erhalten die VHH-Fahrzeuge Wagennummern, bei denen die ersten zwei Ziffern aus den letzten zwei Ziffern des Baujahres bestehen (z. B. 6424 = Baujahr 1964). Ab 1968 wurden VÖV-Standard-Linienbusse von BĂŒssing (PrĂ€fekt 13 D und 14 D Standard) und ab 1969 Daimler-Benz (Mercedes-Benz O 305) als 11-m-Stadtbus und bis 1971 auch in der 11,3-m-Überland-AusfĂŒhrung beschafft. In den 1970er Jahren wurden neben O 305 und O 307 von Daimler-Benz auch drei Serien (145 Wagen) vom ungarischen VÖV-Bus Ikarus 190 beschafft. Danach gab es bis 1999, bis auf wenige Ausnahmen, nur Busse von Daimler-Benz (bis 1984 O 305, ab 1985 O 405, O 407, O 405 N und seit 1999 Citaro, zunĂ€chst als ÜberlandausfĂŒhrung MÜ, inzwischen auch – fĂŒr den Einsatz auf der Schnellbuslinie – in der LE-Variante). Von 1982 bis 1991 wurde auch der Mercedes-Benz Ü 80 (Prototyp des neuen Überlandbusses als Nachfolger des StÜLB aus den 1970er Jahren) eingesetzt, der bei den FahrzeugwerkstĂ€tten Falkenried (FFG) entwickelt und gebaut worden war.

1999 wurden im Rahmen einer Produkt-Offensive fĂŒr die Schnellbuslinie 31 zwischen Hamburg und Lauenburg von EvoBus neben den Citaro MÜ auch einige Mercedes-Benz Integro und Setra S 315 NF (1999–2008) beschafft. 2003 folgte ein Setra-Doppeldeckerbus (niederfluriger S 431 DT-L mit Kinderwagen- und Rollstuhlplatz und zwei Treppen), er wurde damals auch auf der Schnellbuslinie eingesetzt. Bis 2015/2016 wurde dieser neben dem MB O 404 von 1997 auf der Zubringerlinie A20 zum LĂŒbecker Flughafen LĂŒbeck-Blankensee vom Hamburger ZOB ĂŒber die Autobahn eingesetzt.
Daneben gab es fĂŒr den Reiseverkehr (spĂ€ter Reisering) mehrere Magirus-Deutz 150 R 12 (1966–1975), Mercedes-Benz O 302 (1971–1982), O 303 (1976–1998), O 404 (1992–2008), Setra S 315 (1995–2006), S 415 (ab 2001), S 416, S 417 und MAN Lion's Coach (2003–2010), außerdem einen O 309 D (1968–1978).
FĂŒr den Einsatz in der engen Altstadt von Lauenburg gab es ab 1995 einen Kleinbus von Ernst AuwĂ€rter Typ Teamstar. Seit 1996 werden auch Gelenkbusse beschafft, zunĂ€chst gebrauchte O 305 G und O 405 G, ab 1999 neue O 405 GN und Citaro G in dreitĂŒriger AusfĂŒhrung. Mit einem Magirus-Deutz Saturn II Reisebus von 1962, einem BĂŒssing PrĂ€sident von 1964 und einem Mercedes-Benz O 305 von 1984 besitzt die VHH drei „Museumsbusse“, die auch im Gelegenheitsverkehr eingesetzt wurden.

Bis einschließlich 1968 hatten die VHH-Busse eine Lackierung in Dunkelrot mit einem schwarzen Fensterband und Dach (das allerdings oben weiß bzw. grau war) und schwarzen Stoßstangen und Felgen. Ausnahme waren einige Magirus-Deutz Saturn-150-S-Busse, die im vertraglich geregelten Auftragsverkehr (als Ausgleichsmaßnahme fĂŒr die verkĂŒrzten VHH-Buslinien wegen der U-Bahn-Erweiterungen) auf fĂŒr die Hamburger Hochbahn (HHA) konzessionierten Linien liefen, die wie die HHA-Busse rot/creme lackiert waren. Ab 1969 erhielten neue Fahrzeuge, wie bei den anderen VÖV-Verkehrsbetrieben im HVV, die Lackierung in Weiß mit breitem roten Band unterhalb der Fenster und schwarzer Stoßstange und schwarzen Felgen, ab 1968 wurden einige BĂŒssing PrĂ€fekt 14 D Standard-Überlandbusse in der bereits von der HHA benutzten Schnellbus-Lackierung in Rosa/Weiß auf der Schnellbuslinie 21 eingesetzt. Auch ein Magirus-Deutz L 117 StÜL-Bus und einige Mercedes-Benz O 307 bekamen diese Schnellbus-Lackierung. Die folgenden dort auch als Schnellbus eingesetzten MB O&#8239407 erhielten eine rosa Lackierung mit roter SchĂŒrze und rotem Band um die Dachkante ĂŒber den Fenstern. Ab 1996 wurde wieder die alte dunkelrot/schwarze Lackierung eingefĂŒhrt, spĂ€ter wurde ein etwas helleres Rot benutzt. Nach Bildung der VHH-PVG-Unternehmensgruppe wurde ab 2006 eine neue Lackierung in Silbergrau eingefĂŒhrt, hier stand oft der Name „VHH“ in großen roten Lettern auf den hinteren Karosserie-Seiten. Seit Mitte der 2010er Jahre werden, zunĂ€chst aus KostengrĂŒnden, bei MAN-Lion's-City-Bussen, spĂ€ter auch bei Volvo- und Mercedes-Benz-Fahrzeugen, die Lackierung neuer Busse in Weiß bzw. Lichtgrau bestellt.

Betrieb NeumĂŒnster (1956 bis 2014)

Nach der Übernahme von Glau und Habild 1956 fĂŒhrte die VHH bis 1979 den Stadtbusverkehr in NeumĂŒnster in eigener Regie und auf eigene Rechnung durch. Zum 31. Dezember 1979 kĂŒndigte die VHH den Vertrag mit der Stadt wegen zunehmender Unwirtschaftlichkeit. Bisher bekam die VHH lediglich Ausgleichszahlungen fĂŒr den SchĂŒlerverkehr, das stĂ€ndig steigende sonstige Defizit musste die VHH selbst tragen. Da die Stadt die Übernahme des Defizits fĂŒr 1980 zusagte, fĂŒhrte die VHH den Stadtverkehr weiter durch. Vom 1. Januar 1981 bis zum 31. Dezember 2014 wurde der Stadtbusbetrieb in NeumĂŒnster von der VHH im Auftrag der Stadtwerke NeumĂŒnster (SWN) durchgefĂŒhrt; das hatte den Vorteil, dass so innerhalb des Stadtwerke-Haushalts die Verluste aus dem ÖPNV mit den Gewinnen aus Strom, FernwĂ€rme und Wasser im „Querverbund“ verrechnet werden konnten. Ab 1983 wurden SWN-eigene Fahrzeuge beschafft, die eine andere Farbgebung hatten (die sonst roten FlĂ€chen waren hier tĂŒrkis). Ab 2001 kamen wieder VHH-eigene Busse nach NeumĂŒnster, allerdings mit tĂŒrkisfarbenen FlĂ€chen. Ab 2004 wurden Busse mit Erdgas-Motoren (MAN Lion’s City CNG) angeschafft, allerdings wieder von den SWN.cite-ref-53[53] Nach einigen Jahren gehörten die Busse wieder der VHH, wobei die Front weiter in TĂŒrkis gehalten wurde. Der Stadtverkehr in NeumĂŒnster wird außerhalb des HVV angeboten, inzwischen gilt hier der Schleswig-Holstein-Tarif.

Am 1. Januar 2015 wurde der Busbetrieb in NeumĂŒnster in das neue Unternehmen SWN Verkehr GmbH ĂŒberfĂŒhrt, das jetzt ein SWN-Tochterunternehmen ist. Dazu gehören der Betriebshof an der Rendsburger Straße mit allen Bussen und dem vorherigen VHH-Fahr- und Werkstattpersonal. Grund ist die Direktvergabe der Linienkonzessionen in Hamburg, die eine Beteiligung der VHH an Ausschreibungen außerhalb des HVV-Verkehrsgebiets ausschließt.

Pinneberger Verkehrsgesellschaft mbH (bis 1999)

Beginn als Busbetrieb Reimers

Das Unternehmen geht auf den 1925 in Marne (Holstein) gegrĂŒndeten Kraftverkehrsbetrieb August Reimers zurĂŒck, der zuerst eine Buslinie von Marne nach Krempe betrieb. Bereits im November desselben Jahres wurde mit einem Teilhaber eine weitere Linie von Marne nach Burg eingerichtet. 1926 kamen die Linien Marne–Wilster und Itzehoe–Hörnerkirchen hinzu, letztere wurde vom Omnibusbetrieb Schröder in LĂ€gerdorf ĂŒbernommen. 1927 wurde eine Buslinie von Marne nach Elmshorn mit tĂ€glich vier Fahrtenpaaren eingerichtet; die einfache Fahrt kostete damals 3 Mark, die Hin- und RĂŒckfahrt 4,50 Mark. Der Betriebssitz wurde 1928 von BrunsbĂŒttel in die Marner SĂŒderstraße 14 verlegt, hier wohnte nun auch die Familie Reimers. 1929 wurde die Linie von Burg nach St. Margarethen eröffnet. Der Sohn Heinz Reimers begann 1930 eine Lehre im elterlichen Betrieb. Bis Ende 1930 wurden insgesamt 16 Omnibusse eingesetzt.

1932 erhielt August Reimers nach langen Verhandlungen die Genehmigung zur VerlĂ€ngerung der Buslinie Marne–Elmshorn nach Altona. Ab 10. September 1932 fĂŒhrte der Linienweg von Elmshorn ĂŒber Langelohe–Eckholt–Seeth–Oha–Kummerfeld–Pinneberg–Rellingen–Halstenbek–Brande–Schenefeld–Blankenese und weiter ĂŒber die Elbchaussee bis Altona. Sonntags wurde wegen der Sperrung der Elbchaussee ĂŒber Nienstedten–Klein Flottbek–Othmarschen gefahren. Die Linie wurde bald ĂŒber den Neuen Pferdemarkt bis zum Hamburger Hauptbahnhof verlĂ€ngert.

Am 1. Februar 1934 ĂŒbernahm August Reimers von der Witwe des Rellinger Unternehmers Julius Martens den Omnibusbetrieb ihres Mannes mit dem Personal und der Linie von Eidelstedt ĂŒber Rellingen zum Pinneberger Ratsberg und weiter bis Kummerfeld bzw. Appen sowie die Nachtlinie Pinneberg–Hamburg. Der Verkehr auf dieser Strecke begann bereits am 14. Dezember 1913 mit dem Probebetrieb als Kraftomnibuslinie der Auto-Omnibus-Gesellschaft in Rellingen zwischen der Straßenbahn-Endstelle in Stellingen und Tangstedt bzw. Pinneberg ĂŒber Eidelstedt und Rellingen. Der regulĂ€re Betrieb wurde mit zwei Kraftomnibussen am 20. Mai 1914 zwischen Eidelstedt und Pinneberg Ratsberg bzw. Tangstedt ĂŒber Rellingen aufgenommen, aber nach Beginn des Ersten Weltkriegs im September 1914 wieder eingestellt. Am 5. Juni 1925 richtete Julius Martens die Linie von Eidelstedt ĂŒber Rellingen bis zum Pinneberger Ratsberg wieder ein, im Sommer 1928 wurde sie bis Kummerfeld bzw. Appen verlĂ€ngert.cite-ref-54[54]

1934 wurde von Reimers als Wagen 33 ein Großraum-Sattelzugomnibus mit einem Daimler-Benz LZ 10000 als Zugmaschine in Betrieb genommen, der eine besondere Lackierung aufwies.cite-ref-55[55] 1935 ĂŒbernahm Reimers vom Omnibusunternehmer Pfennig in Itzehoe die Linie Itzehoe–Hohenwestedt. Von Marne wurden als sogenannte „Flitzer“-Verkehre Fahrten mit kleineren Bussen (Opel Blitz und Daimler-Benz) nach BĂŒsum, Husum und St. Peter auf Eiderstedt eingerichtet. Bereits im nĂ€chsten Jahr wurde der Verkehr nach BĂŒsum und St. Peter nicht mehr angeboten, der nach Husum mit großen Bussen durchgefĂŒhrt. DafĂŒr wurde in Husum eine Garage eingerichtet. 1936 ĂŒbernahm Reimers vom Unternehmen Leineweber in Marne die Linie von dort nach Friedrichskoog. Auch wurden zwei weitere Großraum-Sattelzugomnibusse angeschafft, diesmal mit BĂŒssing-NAG-Sattelzugmaschinen. Der Auflieger hatte Ledersitze und eine Toilette mit WasserspĂŒlung. 1937 kamen zwei weitere Sattelauflieger fĂŒr den GĂŒterschnellverkehr dazu. Damit wurde ein fahrplanmĂ€ĂŸiger StĂŒckgutverkehr auf der Strecke Hamburg–Itzehoe–Marne–Heide–BĂŒsum und kurz darauf auch zwischen Hamburg und NeumĂŒnster eingerichtet. Auf Einspruch der Deutschen Reichsbahn wurde Reimers dieser Dienst jedoch untersagt, so dass nach einem halben Jahr diese Wagen wieder zum Verkauf angeboten wurden. Ebenfalls 1937 wurde eine Buslinie von Pinneberg ĂŒber Waldenau nach Blankenese und Halstenbek eingerichtet, die zum 31. Juli 1939 wieder aufgegeben werden musste. 1938 wurde am Rellinger Stawedder ein GrundstĂŒck gekauft, das als Betriebshof genutzt wurde.

Im Mai 1938 bot der Kraftverkehrsbetrieb A Reimers folgende Busverbindungen an:cite-ref-56[56]

‱ 0 Husum – KoldenbĂŒttel – Friedrichstadt, Markt
‱ 0 St. Peter-Ort – St. Peter-Bad – Garding – Tönning – Friedrichstadt, Markt
‱ 0 Friedrichstadt, Markt – Lunden – Wittenwurth – Heide, Markt – Heide, Bahnhofstr.
‱ 0 BĂŒsum – (Wesselburen) – Wöhrden – Heide
‱ 0 Heide, Bahnhofstr. – Hemmingstedt – Meldorf – Marne, Markt
‱ 0 Marne, Markt – BrunsbĂŒttel – BĂŒttel – St. Margarethen – Brokdorf – Wewelsfleth – Krempe – Grevenkop* – Horst – Elmshorn Bf. (* Anschluss von/nach Itzehoe)
‱ 0 Elmshorn Bf. – Seeth – Oha – Kummerfeld – Pinneberg – Rellingen – Halstenbek – Brande – Schenefeld – SĂŒlldorfer Landstr. – Krankenhaus Blankenese – Dockenhudener Park – Elbchaussee* – Othmarschen, Moltkestr. (heute: Bernadottestr.) – Altona Hbf. – Neuer Pferdemarkt – Hamburg Hbf., Kirchenallee (* sonntags wg. Sperrung ĂŒb. Nienstedten – Klein Flottbeker Str.)
‱ 0 Marne – BrunsbĂŒttel – BrunsbĂŒttelkoog – Eddelak – Burg (Dithmarschen) Bf.

Ob die dreimal tĂ€glich stattfindenden durchgehenden Verbindungen von Husum/BĂŒsum ĂŒber Marne nach Elmshorn/Hamburg und zurĂŒck (etwa 6œ Stunden dauernd) mit durchgehenden Wagen stattfand, ist ungewiss. Zwischen Marne und Hamburg gab es noch eine weitere Verbindung, morgens hin, spĂ€tabends zurĂŒck.

Im April 1938 hatte Reimers den Autobusbetrieb Friedrich Böttcher in Hamburg, der als Autobusverkehr Union auftrat, fĂŒr 40.000 Reichsmark gekauft. Sohn Heinz fĂŒhrte dann diesen Betrieb. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er allerdings bald zum Kriegsdienst eingezogen. An der WestkĂŒste wurde der Linienverkehr stark eingeschrĂ€nkt, viele Fahrzeuge mussten an die Wehrmacht abgegeben werden. Im April 1940 erkrankte August Reimers, so dass die beiden Busbetriebe von Vater August in Marne und Sohn Heinz in Hamburg zur Firma A. u. H. Reimers Autobus KG zusammengelegt wurden. Im Auftrag der Reichspost wurde eine Linie zwischen Neustadt in Holstein und Dahme an der OstseekĂŒste befahren. Am 16. September 1941 starb August Reimers im Alter von 54 Jahren. Am 31. Oktober 1941 wurden die restlichen Buslinien an der WestkĂŒste von der Reichspost mit Hilfe der Reichsbahn ĂŒbernommen. Dagegen bekam Reimers die Miet-, Ausflugs- und Werkverkehre der Reichspost, die in dieser Zeit jedoch nicht sehr zahlreich waren. So wurden Überlegungen zur Verlegung des Betriebssitzes nach Rellingen angestellt. Sohn Heinz war an der Front, den weiteren Betrieb mussten Betriebsstellenleiter durchfĂŒhren. Einer davon war Heinrich Lembke, der bereits seit Jahren fĂŒr Reimers arbeitete. Zum 20. Oktober 1946, nach dem Krieg und RĂŒckkehr von Heinz Reimers, wurde ein Zweigbetrieb in Nienhagen bei Celle eröffnet und mit Ford-Bussen auf fĂŒnf Linien betrieben. Lembke ĂŒbernahm kurze Zeit spĂ€ter den Betrieb mit einem neuen Partner, der Omnibusbetrieb Lembke & Koschick bestand bis 2002. Die „Verwandtschaft“ der beiden Busbetriebe konnte lange an dem gleichen Farbton – Orangerot – der Außenlackierung der Busse erkannt werden, der bei Reimers/PVG bis 1972 verwendet wurde.

Gleich nach Kriegsende, ab dem 24. Mai 1945, wurde der Streckenabschnitt Appen (Fliegerhorst) – Pinneberg der Linie von Appen nach Hamburg-Eidelstedt von der Uetersener Eisenbahn (UeE) – dem VorgĂ€ngerunternehmen der KViP – als VerlĂ€ngerung ihrer Linie von Uetersen bedient (UeE-Linie 3, ab 1991 ViP-Linie 63, spĂ€ter KViP-Linie 1663, jetzt 6663). Ab 30. Oktober 1945 wurden wieder zwei Buslinien von Marne aus befahren. Ab dem 1. April 1948 wurde wieder die Linie von Marne nach Elmshorn betrieben. Zwischen Pinneberg und Eidelstedt wurden 1948 rund 700.000 FahrgĂ€ste befördert. 1949 wurde endlich der Hauptsitz von Marne nach Rellingen verlegt, wo ein Jahr spĂ€ter auch eine Vertragswerkstatt fĂŒr Volkswagen und Magirus-Deutz in Betrieb genommen wurde. Bereits 1949 wurde eine Buslinie vom Pinneberger Ratskeller ĂŒber Appen-Etz, Wedel, Holm, Heist, Heidrege und Moorrege nach Uetersen, teilweise auch ĂŒber Hetlingen und Haseldorf eingerichtet. Zwischen dem Bahnhof Wedel und dem Wedeler Krankenhaus gab es nachmittags und am Wochenende zusĂ€tzliche Fahrten. Eine weitere Linie wurde 1950 vom Bahnhof Pinneberg ĂŒber Waldenau nach Halstenbek eingerichtet. Hier bestand Anschluss an die Linie zwischen Pinneberg und Hamburg-Eidelstedt, in Waldenau an die HHA-Linie 81 nach Schenefeld und Hamburg-Bahrenfeld. Von 1951 bis zum 2. Juni 1956 wurde eine weitere Linie von Pinneberg ĂŒber Rellingen nach Tangstedt betrieben. 1955 kam eine weitere kurze Linie vom Eidelstedter Platz ĂŒber die Lohkampstraße bis zur Burbekstraße hinzu, die am 27. Oktober 1963 von der Deutschen Bundesbahn ĂŒbernommen wurde und als S-Bahn-Vorlaufbetrieb als Bahnbus bis zur damals neuen S-Bahn-Endhaltestelle Langenfelde verlĂ€ngert wurde.

Im westlichen Teil des Bedienungsgebietes betrieb Reimers Ende 1951 folgende Linien:cite-ref-57[57]

‱ 0 Heide Bf. – Hemmingstedt – Meldorf, Markt – Marne, Markt – Neufeld – BrunsbĂŒttelkoog, FĂ€hre (LinienlĂ€nge 43 km)
‱ 0 Friedrichskoog – Dieksanderkoog – Kaiser-Wilhelm-Koog – Marne, Markt (LinienlĂ€nge 15 km)
‱ 0 Marne, Markt – Kattrepel – BrunsbĂŒttelkoog – St. Margarethen – Brokdorf – Wewelsfleth – Krempe – Elmshorn Bf. (LinienlĂ€nge 59,5 km; bei Ausfall der StörfĂ€hre entfiel die Bedienung von Brokdorf, Wewelsfleth und Krempe)
‱ 0 Brokdorf – Wewelsfleth – Beidenfleth – Wilster Bf. – Heiligenstedten – Itzehoe, Dithmarscher Platz – Grevenkop – Horst – Elmshorn Bf. (LinienlĂ€nge 52,3 km)

Außerdem gab es 1952 im westlichen Hamburger Umland die Buslinien:cite-ref-58[58]

‱ 0 Pinneberg – Rellingen – Halstenbek – Hamburg, Eidelstedter Platz (stĂŒndlich)
‱ 0 (Elmshorn Bf. – Langelohe – Kölln-Reisiek – Bullenkuhlen – Bevern – Ellerhoop – Oha nur Einzelfahrt werktags, morgens hin, vormittags zurĂŒck –) Kummerfeld – Pinneberg Bf. – Eggerstedt – Waldenau (– Brande – Halstenbek hier nur Ein- bzw. Aussetzfahrt) (nur werktags, kein SpĂ€tverkehr)
‱ 0 Haseldorf – Hetlingen – Holm – Wedel, Krankenhaus – Wedel Bf. (besonders mittwochs und sonntags nachmittags VerstĂ€rkungsbetrieb Wedel Krankenhaus–Bahnhof)
‱ 0 Wedel Bf. – Katharinenhof – Etz – Pinneberg, Rathaus/Bf. (nur Einzelfahrt werktags zur Kreisstadt, morgens hin, vormittags zurĂŒck)

Im Herbst 1954 gab es im Marschengebiet nördlich der Unterelbe zwei Reimers-Buslinien:cite-ref-59[59]

‱ 0 Marne – Neufeld – BrunsbĂŒttelkoog – St. Margarethen – Krempe – Elmshorn Bf. (LinienlĂ€nge 59,5 km)
‱ 0 Brokdorf – Wewelsfleth – Beidenfleth – Wilster Bf. – Heiligenstedten – Itzehoe – Grevenkop – Horst – Elmshorn Bf. (3 Fahrten tĂ€glich)

Zwischen Wister und Itzehoe gab es eine Fahrgemeinschaft der hier verkehrenden Bussen der Verkehrsunternehmen Reimers und Pott mit gegenseitiger Fahrscheinanerkennung.

Ab dem 30. Oktober 1955 betrieb Reimers auch den Stadtverkehr in Wedel, Linienweg zunĂ€chst: Wedel Bf. – Bahnhofstraße – Rollberg – Mozartstraße – Goethestraße – Galgenberg. Zu den Hauptverkehrszeiten wurde ein 15-Minuten-Takt geboten, ansonsten wurde im 20-Minuten-Takt gefahren, bei 7 Minuten Fahrzeit reichte dafĂŒr ein Bus aus. Damals wurde u. a. ein Magirus-Deutz O 3500 eingesetzt. Zur Unterbringung der Busse entstand hierfĂŒr in der Wedeler GĂ€rtnerstraße (spĂ€ter MĂŒhlenstraße) eine weitere Betriebsstelle. Im Februar 1958 wurde die Stadtverkehrslinie Wedel zu einer Ringlinie, die gegen den Uhrzeigersinn gefahren wurde; vom Galgenberg ging es weiter ĂŒber Vosshagen und Rissener Straße zurĂŒck zum Bahnhof. Die Fahrzeit betrug nun 15 Minuten. Wegen starker Nutzung wurden grĂ¶ĂŸere Busse mit AnhĂ€nger und zwei Schaffnern eingesetzt, z. B. einen dreitĂŒrigen Krauss-Maffei mit AnhĂ€nger. In der Betriebsstelle waren drei Busse und zwei HĂ€nger stationiert. Ab 1960 wurden auf der Wedeler Linie Daimler-Benz O-317-Gelenkbusse mit Schaffner eingesetzt. SpĂ€ter wurde wĂ€hrend der Hauptverkehrszeiten im 10-Minuten-Takt gefahren.

1962 erhielten die Reimers-Buslinien Liniennummern:

10 Elmshorn – Horst – Grevenkop – Krempe – Wewelsfleth – Brokdorf – St. Margarethen – BrunsbĂŒttel – Marne (LinienlĂ€nge 59,5 km)
20 Pinneberg Bf. – Rellingen – Halstenbek – Hamburg-Eidelstedter Platz (ab 1972 HVV-Linie 382, dann 185, östlicher Teil ab Halstenbek heute Linie 184)
30 Pinneberg Bf. – Quellental – Waldenau (ab Oktober 1972 HVV-Linie 285, verlĂ€ngerte HHA-Linie ĂŒber Schenefeld nach Iserbrook)
40 Pinneberg Bf. – Kummerfeld (ab 1972 HVV-Linie 394, dann Linie 185)
50 Elmshorn – Horst – Grevenkop – Itzehoe – Wilster – Beidenfleth – Wewelsfleth – Brokdorf (LinienlĂ€nge 53,9 km; in den „KursbĂŒchern“ 1964–1969 des ZOB Hamburg als Linie 4 bezeichnet)
60 Stadtringlinie Wedel: S-Bf. → Schulau → Elbhochufer → Voßhagen → S-Bf. (ab 1972 als HVV-Linie 189 ĂŒber Tinsdal bis S-Bf. Blankenese)
70 Wedel Bf./Rathaus – Wedel, Krankenhaus – Holm – Hetlingen – Haseldorf (– Scholenfleth) sowie
70 Wedel Bf./Rathaus – Appen-Etz – Pinneberg Bf. („Behördenverkehr“ mit einer Fahrt morgens von Wedel in die Kreisstadt und vormittags zurĂŒck)
80 Hamburg, Eidelstedter Platz – Lohkampstraße – Burbekstraße (ab 27. Oktober 1963 als DB-Bahnbus ab/bis S-Bf. Langenfelde ĂŒber Eidelstedter Platz bis Krupunder als „S-Bahn-Vorlaufbetrieb“)

SpĂ€ter wurde wieder eine Linie 8 eingefĂŒhrt:

80 Wedel S-Bf. – Moorwegsiedlung (ab 1972 als HVV-Linie 289)cite-ref-60[60]

FĂŒr die zwischen Pinneberg und Rellingen parallel verkehrenden Linienbusse der (seit 1966 bereits zum Hamburger Verkehrsverbund gehörenden) VHH bestand ein Bedienungsverbot zwischen Haltestellen auf diesem Streckenabschnitt.

Wandlung zur Pinneberger Verkehrsgesellschaft als Tochterunternehmen von Hamburger Hochbahn (HHA) und VHH

Zum 1. Juli 1971 ĂŒbernahmen die Hamburger Hochbahn AG (HHA) und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) 70 % der Anteile des Kommanditkapitals des Reimers Busbetriebs, der inzwischen bereits als Pinneberger Verkehrs-Gesellschaft (PVG) auftrat.cite-ref-61[61]cite-ref-62[62] Der Firmenname lautete ab 1972 Pinneberger Verkehrsgesellschaft mbH A. und H. Reimers Autobus KG (PVG). Die Übernahme des Unternehmens (ohne das Autohaus) in den HHA-Konzern dauerte bis 1978, ab 1. Januar 1979 kam ein ErgebnisabfĂŒhrungsvertrag mit der HHA zum Tragen.

Am 1. Oktober 1972 wurden die PVG-Buslinien (außer Linien 5 und 7, die weiter außerhalb des HVV betrieben wurden) in den Hamburger Verkehrsverbund integriert. Teilweise wurden die Linien mit HHA-Linien verbunden. Die Verkehrsleistungen stiegen stark an, da die PVG im Hamburger Westen Fahrten von der HHA ĂŒbernahm, spĂ€ter nach und nach auch die Auftragsfahrten dort, die bisher von anderen privaten Unternehmern wie Balzer (Juli 1964 bis Mai 1972), BĂ€r-Bus (November 1965 bis Mai 1972), Edith Roßbalson (November 1965 bis Februar 1974, zwei Busse ĂŒbernahm die PVG), Herbert Biehl (April 1965 bis MĂ€rz 1974, von der PVG ĂŒbernommen), Bruno Rohweder (November 1969 bis MĂ€rz 1976, zwei Busse ĂŒbernahm die SVP) und JĂŒrgen (bzw. Helga) Pelka (Januar 1966 bis MĂ€rz 1976) – danach SVP – Schnelsener Verkehrsbetriebe Pelka GmbH (April 1976 bis Oktober 1982) durchgefĂŒhrt wurden. Die Zahl der PVG-Mitarbeiter stieg von 1971 bis 1974 von 32 auf 129, Ende 1982 waren es bereits 283. 1971 wurden 3,6 Mio. FahrgĂ€ste mit 14 Bussen befördert (737.000 km), 1982 waren es 17,4 Mio. FahrgĂ€ste mit 89 Linienbussen (5,737 Mio. km).cite-ref-63[63]

Im Jahr 1975 stieg die PVG in den Reisemarkt ein, neben einigen Reisebussen und einem eigenen ReisebĂŒro in Wedel ĂŒbernahm sie nach und nach einige ReisebĂŒros im Kreis Pinneberg und in Hamburg: Schenefeld (Übernahme 1977), Hamburg-Rissen (Übernahme 1979), Pinneberg und Halstenbek (Übernahme bzw. Eröffnung 1982), Elmshorn (Übernahme 1983), Rellingen und Krupunder (Eröffnung 1984), Hamburg-SĂŒlldorf (Übernahme 1985, Verlegung nach Blankenese 1986), Wedel (Eröffnung bei EuroSpar 1986) und Übernahme eines ReisebĂŒros im Flughafen Hamburg (1986). 1987 gab es elf ReisebĂŒros, die neben ausgearbeiteten Reisen mit eigenen Bussen und weiteren Reiseangeboten (mit Bus, Bahn, Flugzeug und Schiff) auch die Planung und Organisation von individuellen Club-, Gruppen- und Studienreisen anbot.cite-ref-64[64]

Ebenfalls 1975 eröffnete die PVG in einem neuen Gewerbegebiet in Schenefeld einen neuen Betriebshof, der den zu klein gewordenen alten Hof von 1949 in Rellingen (Stawedder), wo sich nach wie vor das Autohaus befand, und spĂ€ter auch die Betriebsstelle in Wedel ersetzte. Der Betriebshof in Schenefeld, der 1992 fĂŒr 15,2 Mio. DM modernisiert und erweitert wurde, um anstatt 88 nun 134 Busse unterzubringen, war gleichzeitig Standort der PVG-Hauptwerkstatt und Sitz der Verwaltung.cite-ref-65[65] Nach der Übernahme der Firma Pott zum 1. November 1973 in Wilster gab es eine neue Betriebsstelle, hier waren neun Busse stationiert. Zur Übernahme gehörten auch zwei Linien, so gab es neben einer Ringlinie um Wilster auch wieder eine Linie 8:cite-ref-66[66]

080 Itzehoe – Wilster – BrunsbĂŒttel

Am 31. Dezember 1978 (nach Quellen der HHA im Mai 1977cite-ref-67[67], wahrscheinlich Zeitpunkt der Übernahme der BetriebsfĂŒhrerschaft) ĂŒbernahm die PVG die bisher von der VHH gefahrenen Linien von Itzehoe und Nortorf nach Kiel, die zum 1. Juni 1985 an die Autokraft abgegeben wurden:

810 Kiel Hbf – Westensee – Nortorf – Hennstedt – Hohenlockstedt – Itzehoe Bf
820 Kiel Hbf – Bordesholm – Nortorf
830 Kiel – DĂ€tgen – Nortorf
0‱0 Itzehoe – Wewelsfleth Werft (nur Berufsverkehr)

Anfang 1978 hatte die PVG 206 BeschĂ€ftigte und 85 Busse. Zwölf Reisebusse (sieben Mercedes-Benz O 302, vier O 303 und ein Setra) fuhren im Reise- und Gelegenheitsverkehr, der auch in den zwei ReisebĂŒros in Wedel und Schenefeld vermittelt wurden.

1979/1980 gab es die – ebenfalls außerhalb des HVV betriebene – Linie 4 Wedel Bf. – Appen-Etz – Pinneberg Bf. mit nur einem werktĂ€glichen Fahrtenpaar.cite-ref-68[68] Verschiedene Umwelt- und VerkehrsverbĂ€nde (VCD, Pro Bahn) fĂŒhrten am 18. September 1993 einen Aktionstag zur Verbesserung des ÖPNV im Kreis Pinneberg durch. Dazu fanden kostenlose Pendelfahrten auf dem zu dieser Zeit nur fĂŒr Betriebsfahrten vorgehaltenen Streckenabschnitt Barmstedt–Henstedt-Ulzburg der EBOE durch die AKN statt, außerdem gab es an diesem Tag die ViP-Sonderbuslinie 74 mit stĂŒndlichen Fahrten auf der vorher nicht angebotenen Verbindung Wedel Bf. – Holm – Appen-Etz – Pinneberg Bf. – Prisdorf – Tornesch Bf. – Ellerhoop – Bevern – Barmstedt Bf. Am 2. Juni 1996 lebte ein Teil dieser Verbindung als ViP-Linie 74 wieder auf, zunĂ€chst nur mit Einzelfahrten von Wedel Bf. ĂŒber Holm bis Pinneberg Bf., in den 2000er Jahren wurde sie mit dem westlichen Teil der Linie 194 als Linie 594 bis Quickborn und weiter zum Bahnhof Norderstedt Mitte verlĂ€ngert, zunĂ€chst mit Gemeinschaftskonzession der drei Verkehrsunternehmen KViP, VHH und PVG.

Daneben betrieb die PVG bis September 1984 von der Betriebsstelle Wilster aus auch die Buslinien (ehemals Fa. Heinrich Pott Omnibusverkehr GmbH, Wilster):

50 (Elmshorn – DĂ€geling – Itzehoe – Beidenfleth –) / Wilster – Brokdorf
60 Stadtverkehr Wilster
80 Itzehoe – Wilster – St. Margarethen – BrunsbĂŒttel
‱ 0 Wilster – Neuendorf – Aebtissinwisch – Ecklak – Nortorf – Wilster

Diese wurden dann im Austausch mit den Linien zwischen Elmshorn und Wedel (1563) sowie SeestermĂŒhe (1560) von der Autokraft ĂŒbernommen. Die PVG fuhr danach noch im Auftrag der Autokraft auf Buslinien im Kreis Steinburg. Im Herbst 1985 zogen die bisher in Wilster stationierten zehn Busse in den neuen Betriebshof fĂŒr 36 Busse nach Elmshorn an der B 5. Hier wurden auch sechs Busse der Autokraft untergebracht.cite-ref-69[69]

1985 hatte die PVG 377 BeschĂ€ftigte bei den beiden Betriebshöfen in Schenefeld und Elmshorn mit 115 Linien- und Reisebussen sowie elf ReisebĂŒros. Es wurden 4,683 Mio. FahrgĂ€ste im Linienverkehr und rund 81.000 im Reiseverkehr befördert, die Beförderungsleistung lag bei 6.019 Mio. km im Linienverkehr und 1,122 Mio. km im Reiseverkehr.cite-ref-70[70]

Im August 1987 mussten die Mitarbeiter der PVG der Presse entnehmen, dass die PVG verkauft werden solle. Dies war das Ergebnis aus Koalitionsverhandlungen der Hamburger SPD und FDP. Zusammen mit anderen Tochterunternehmen der HHA, die sich in Hamburger Staatsbesitz befindet, wie den FahrzeugwerkstĂ€tten Falkenried (FFG) oder der Travers Omnibusgesellschaft (TOG), sollte die PVG privatisiert werden. Der Verkauf der PVG konnte gestoppt werden, lediglich die Reisesparte mit mittlerweile elf ReisebĂŒros in Elmshorn, Pinneberg, Rellingen, Halstenbek, Schenefeld und Wedel sowie in Hamburg-Blankenese, -Rissen, -Osdorf und am Flughafencite-ref-71[71] wurde 1988 an Globetrotter abgegeben. Mitte 1989 wurden von 350 BeschĂ€ftigten mit 116 Bussen auf 6,75 Mio. Wagenkilometern 22,3 Mio. FahrgĂ€ste befördert.cite-ref-72[72]

1989/1990 betrieb die PVG neben den Linien innerhalb des HVV (in Hamburg, Pinneberg und Wedel) folgende drei Linien:

50 Elmshorn – Groß Nordende – Uetersen – Heidrege – Holm – Wedel Bf. (– Schulau, FĂ€hre) (spĂ€ter ViP-Linie 75, dann HVV-Linie 489)
60 Elmshorn – Kurzenmoor – Seester – SeestermĂŒhe (spĂ€ter ViP-Linie 76, dann HVV-Linie 6506)
70 Wedel Bf. – Holm – Hetlingen – Haseldorf (spĂ€ter ViP-Linie 77, dann HVV-Linie 589)

Diese Linien waren nach wie vor mit einem eigenen Tarif zu benutzen. Neben Einzelfahrkarten wurden 6er-Karten (ab 8 Uhr gĂŒltig), 10er-Karten sowie Wochen- und Monatskarten fĂŒr zehn Preisstufen angebotencite-ref-73[73], nach EinfĂŒhrung der Fahrradmitnahme in den Bussen 1990 gab es auch Fahrradkarten fĂŒr 2 DM ohne Entfernungsbegrenzung.cite-ref-74[74]

Nach den Ereignissen am 9. November 1989 (Öffnung der innerdeutschen Grenze / Berliner Mauer) hatten die West-Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ein stark erhöhtes Beförderungsaufkommen zu bewĂ€ltigen. Dazu erging – wie nach dem Mauerbau im August 1961 – eine Anfrage nach Ausleihung von „SolidaritĂ€tsbussen“ an Verkehrsbetriebe im Bundesgebiet. Auch die PVG schickte im November 1989 acht Mercedes-Benz O 405 Standardlinienbusse (Wagen 0416–0419 und 0430–0433) mit Fahrern nach West-Berlin. Diese Wagen wurden auf den BVG-Linien 62, 23 und der Flughafenlinie 8 eingesetzt. Nach rund einem Vierteljahr wurden vier Fahrzeuge wieder nach Schenefeld zurĂŒckgeholt, die restlichen vier Wagen wurden noch bis September 1990 auf der Linie 23 eingesetzt.cite-ref-75[75]

1990er Jahre

Zum Winterfahrplan 1989/1990 ĂŒbernahm die PVG die BetriebsfĂŒhrung zahlreicher Buslinien im westlichen Hamburg von der HHA, die sie auch schon vorher im Auftrag befuhren. Dazu gehörte auch die Blankeneser Ringlinie 48 samt dazugehörenden fĂŒnf Kleinbussen (Mercedes-Benz O 309 D mit zweitĂŒrigem Aufbau von Jessen), da in den engen und kurvenreichen Straßen keine normalen Standardbusse eingesetzt werden können. Einer dieser im Volksmund „Bergziege“ genannten Kleinbusse wird als Museumsbus unterhalten und wird jĂ€hrlich an einem Sonntag im Herbst am verkehrshistorischen Tag zusammen mit anderen historischen Verkehrsmitteln fahrplanmĂ€ĂŸig eingesetzt. Alsbald setzte die PVG auf der Linie 48 neue Kleinbusse (Ernst AuwĂ€rter Teamstar City auf Basis von Mercedes-Benz) eincite-ref-76[76], ab 1993 auch in niederflurigen Varianten. Die ersten Niederflurbusse auf den normalen Stadtlinien waren elf Mercedes-Benz O 405 N, die ab 1991 eingesetzt wurden.

Im Herbst 1991 wurde die Verkehrsgemeinschaft im Kreis Pinneberg (ViP) gegrĂŒndet, an der die PVG maßgeblich beteiligt war. Aufgabe war, die nicht im HVV verkehrenden Linienbusangebote der verschiedenen Verkehrsunternehmen im Kreis weiterzuentwickeln und als ein einheitliches Angebot mit einem gemeinsamen Tarifsystem anzubieten. FĂŒr Zeitkarten wurde ein Übergangstarif mit dem HVV ausgehandelt. Auf wenig frequentierten Strecken wurden Fahrtmöglichkeiten nach Bedarf eingefĂŒhrt. So wurden z. B. Fahrten, die insbesondere fĂŒr den SchĂŒlerverkehr durchgefĂŒhrt wurden, nach telefonischer Bestellung auch an Ferientagen geleistet. Ende 1993 wurde die Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg mbH (KViP) gegrĂŒndet, die ab dem 1. Januar 1994 den Busbetrieb der Uetersener Eisenbahn ĂŒbernahm. Auch hier war die PVG, mit zunĂ€chst 24 %, beteiligt. Die KViP war danach an allen neu vergebenen Linienkonzessionen im Kreis beteiligt. 1995 wurde die MobilitĂ€tszentrale Nord GmbH gegrĂŒndet.

Ab dem 27. September 1992 setzte die PVG auf den Linien 289 und 489 im nordwestlichen Wedeler Stadtgebiet wĂ€hrend der Abendstunden ab 20 Uhr Kleinbusse ein, die – gegen Zahlung eines Zuschlags von 1,20 DM – die FahrgĂ€ste auf Wunsch auf der Fahrt vom Bahnhof zum Stadtrand bis vor die HaustĂŒr fuhr. Die PVG fĂŒhrte ab 1993 auch weitere verschiedene Neuerungen im Linienverkehr ein, z. B. das Aussteigen zwischen den Haltestellen, die Fahrradmitnahme im Bus und ab 1996 den Zeitungsverkauf beim Fahrer (zunĂ€chst die Tageszeitungen Hamburger Morgenpost und Bild-Zeitung, ab 27. April 1998 fĂŒr eine gewisse Zeit daneben auch die Zeitschriften Stern, Der Spiegel und Sport Bild)cite-ref-77[77], der erst 2016 nach ĂŒber 20 Jahren eingestellt wurde. Im Hamburger Raum setzten sie die ersten Stadtbusse mit Klimaanlage ein. Der Betrieb der PVG wurde fĂŒr die damalige Zeit Ă€ußerst flexibel organisiert. So wurden z. B. auch die Mitarbeiter der Verwaltung fĂŒr den Fahrgastverkehr ausgebildet, so dass sehr schnell zusĂ€tzliche Fahrten (z. B. Schienenersatzverkehre) geleistet werden konnten. 1995 erhielt die PVG als erstes öffentliches Verkehrsunternehmen das Zertifikat fĂŒr die ISO-Norm 9001 (QualitĂ€tsmanagementsysteme).

Im Dezember 1995 hatte die PVG 526 BeschĂ€ftigte (442 fĂŒr den Fahrbetrieb, 44 im Bereich Technik/Werkstatt, 34 in der Verwaltung und 6 Auszubildende) sowie 183 Busse (davon 7 Kleinbusse). Sie betrieb 33 Linien mit etwa 446 km LinienlĂ€nge (21 mit 244,6 km im Auftrag der HHA, 7 mit 81,1 km innerhalb des HVV und 3 Schulbuslinien sowie 5 mit 120 km innerhalb der ViP) mit 423 Haltestellen im HVV und 112 in der ViP, die Leistung lag bei etwa 11,6 Mio. Wagenkilometer im Jahr, etwa 46,8 Mio. FahrgĂ€ste wurden befördert.cite-ref-78[78]

1996 entschied der Hamburgische Senat, die PVG aus dem Konzern der Hamburger Hochbahn AG (HHA) herauszulösen. So erhielt die PVG die Linienkonzessionen von mehreren bisher auf die HHA konzessionierten Linien, auf denen sie bereits vorher die BetriebsfĂŒhrerschaft hatte (außer der Linie 181, deren Betrieb wieder die HHA ĂŒbernahm). Dazu gehörten auch die Kleinbuslinien im Blankeneser Treppenviertel, die mit Schnellbustarif betrieben wurden. Danach bekam die PVG von der HHA den Auftrag, zwei Kurse auf der Schnellbuslinie 37 (Schenefelder Platz – Osdorf – Bahrenfeld – Bf. Altona – St. Pauli – Rathausmarkt – Hauptbahnhof – Barmbek SĂŒd – Bramfeld) zu bedienen. FĂŒr den Winterdienst stellte die PVG fĂŒr die Hamburger Stadtreinigung Fahrzeuge und Mitarbeiter fĂŒr den RĂ€um- und Streudienst an den Bushaltestellen im Hamburger Westen zur VerfĂŒgung. Zum 1. Januar 1998 wurde das PVG-Logo geĂ€ndert/modernisiertcite-ref-79[79], so dass es wie ein stilisierter, von links nach rechts fahrender Bus mit einer blauen Front und blauem Dach sowie den roten Buchstaben PVG auf der hinteren SeitenflĂ€che aussah. So waren zu dieser Zeit auch die neuen Stadtbusse lackiert: weiß mit blauer Front und blauen Dachflanken mit (bei Fahrzeugen ohne Fremdwerbung) großem roten Schriftzug PVG auf den hinteren SeitenflĂ€chen.

FĂŒr den Fahrdienst bei der PVG wurde 1997 ein eigener Unternehmensteil Gesellschaft fĂŒr Leistungen zur OmnimobilitĂ€t mit Bus und Schiene mbH („GLOBUS 24“) gegrĂŒndet, bei der die neu eingestellten Fahrer beschĂ€ftigt wurden. Ab 1999 wurde die Behindertenbeförderung mit hierfĂŒr angeschafften Kleinbussen unter dem Namen „Falter“ durchgefĂŒhrt. Außerdem kam ab Oktober 1999 ein vom Bundesministerium fĂŒr Verkehr, Bau- und Wohnungswesen gefördertes Forschungsprojekt als Anruf-Sammel-Taxi-System fĂŒr Ă€ltere und mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte Menschen unter dem Namen „FlaMenco“ zur AusfĂŒhrung.cite-ref-80[80] FĂŒr dieses in den westlichen Hamburger Stadtteilen Lurup, Osdorf, Bahrenfeld, Groß Flottbek und Othmarschen angebotene Rufbus-System mit HaustĂŒr-Service wurden rollstuhlgerechte Kleinbussecite-ref-81[81] wie z. B. Steyr City-Busse eingesetzt. Eine bestellte Fahrt damit kostete 7 DM, mit gĂŒltiger HVV-Zeitkarte nur 5 DM.cite-ref-82[82]

Im April 2001 gab es einen Versuch mit Fahrscheinautomaten im Bus, wo verschiedene Fahrausweissorten mit GeldKarte bezahlt werden. Auch an der Kasse beim Fahrer konnte mit der GeldKarte bezahlt werden. AnlĂ€sslich des 700-jĂ€hrigen Geburtstages von Blankenese wurde von der PVG eine Wegebahn gekauft, die vom 6. April bis zum 31. Oktober 2001 mit UnterstĂŒtzung von sieben Blankeneser Kaufleuten als „Ziegenbahn“ vom S-Bf. Blankenese auf einer Ringtour mit drei weiteren Haltestellen ĂŒber MĂŒhlenberger Weg, Strandweg, Waseberg und SĂŒllberg zurĂŒck zum Bahnhof eingesetzt werden sollte.cite-ref-83[83]

Im östlichen Freihafen (Kleiner Grasbrook) wurde die Struktur durch ZuschĂŒttung von Hafenbecken und Ansiedlung neuer Betriebe so verĂ€ndert, dass der ÖPNV nicht mehr sinnvoll mit FĂ€hren durchgefĂŒhrt werden kann. Stattdessen wurde hier am 30. September 2001 die Buslinie 256 von der PVG mit Anschluss an die S-Bahn-Station Veddel in Betrieb genommen. Hier reichte zunĂ€chst ein Mercedes-Benz Sprinter aus, der nach einem Umbau bei der FFG mit Erdgas betrieben wurde. Als die Fahrgastnachfrage grĂ¶ĂŸer wurde und der eine Kleinbus nicht mehr ausreichte, erprobte die PVG den AnhĂ€nger-Betrieb. Ab dem 27. August 2003 wurde hier (mit einer Ausnahmegenehmigung) ein kleiner Hess-AnhĂ€nger hinter dem Sprinter-Kleinbus eingesetzt. So konnten auch die Verkehrsspitzen zu den Schichtwechselzeiten durch AnhĂ€ngen des AnhĂ€ngers ohne Einsatz weiteren Personals weiter mit dem Kleinbus (ohne Wagenwechsel) bedient werden. Seit 2005 wird hier ein normaler Stadtbus eingesetzt.cite-ref-84[84]

Als Zubringer zur im Sommerhalbjahr angebotenen Finnjet-FĂ€hrverbindung der Silja Line von Rostock ĂŒber Tallinn nach Helsinki betrieb die PVG bis zur Aufgabe der FĂ€hrverbindung 2005 eine Zubringerlinie vom Hamburger ZOB ĂŒber die Autobahnen A 1, A 20 und A 19 zum Rostocker Überseehafen.

Eingesetzte Fahrzeuge

In den 1960er Jahren wurden bei Reimers (PVG) Stadtbusse eingesetzt, die eine orangerote Lackierung hatten, darunter BĂŒssing Senator und PrĂ€fekt 13 Standard mit Voith Diwabus-Getriebe, die bis Mitte der 1970er Jahre insbesondere auf den PVG-eigenen Linien eingesetzt wurden. 14 Busse wurden 1971 vom alten Reimers-Betrieb ĂŒbernommen. Nach 1972 wurden (fast ausnahmslos), wie bei der Hamburger Hochbahn und der VHH, Standard-Linienbusse von Daimler-Benz (Mercedes-Benz O 305, meist mit 2+1-Bestuhlung (nur 37 SitzplĂ€tze), ab 1985 O 405 und ab 1992 O 405 N, ab 1994 auch dreitĂŒrig und ab 1996 mit Klimaanlage) beschafft, die die damals ĂŒbliche Lackierung bei Hamburger Linienbussen in Weiß (bzw. Hellcreme) mit einem breiten roten Band unterhalb der Fenster um das gesamte Fahrzeug und einer schwarzen Stoßstange aufwiesen. 1982 beschaffte sie zum letzten Mal Stadtbusse mit Schaltgetriebe. Die PVG beschaffte mehrere Mercedes-Benz O 307, 1992 auch einen O 408 und 1996 einen O 405 NÜ, die hauptsĂ€chlich auf den Überlandlinien eingesetzt wurden. Besonders waren ein 1992 von der Sylter Verkehrsgesellschaft Ruy Prahl ĂŒbernommener Reisebus Mercedes-Benz O 302 von 1972, der spĂ€ter an Daimler-Benz als Museumsbus weitergegeben wurde, außerdem ein 1997 von der VHH ĂŒbernommener Reisebus Mercedes-Benz O 303 von 1987, ein 1998 beschaffter 15-Meter-Hochflurbus Bova FLD 15 Magnum 370 und ein 1999 beschaffter 15-m-Niederflurbus Setra S 319 NF.
FĂŒr die, zunĂ€chst im Auftrag der HHA, von der PVG betriebene Quartier-Schnellbuslinie(n) 48 (und 49) im engen Blankeneser Treppenviertel ĂŒbernahm sie 1990 die vorher dort von der HHA eingesetzten rosa/weißen Kleinbusse vom Typ Mercedes-Benz O 309 D. Hier wurden ab Dezember 1990 verschiedene AusfĂŒhrungen von Ernst-AuwĂ€rter-Teamstar-Kleinbussen – ab 1993 mit hinterem Niederflureinstieg – eingesetzt, nun in der Farbe Weiß mit roten Streifen. Ab 1996, nach Trennung von der HHA, benutzte die PVG eine andere Lackierung fĂŒr neue Busse, hier in den neuen Unternehmensfarben Weiß und Blau mit den drei Buchstaben „PVG“ in großen roten Lettern auf den Seiten des hinteren Teiles (von der Unterkante der Karosserie bis ĂŒber die Fenster), um sich von der HHA auch optisch abzusetzen. Eine kleine Serie von zwölf dreitĂŒrigen Volvo/Steyr-Niederflurbussen von 1998/1999 wurde bereits 2001 an die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) abgegeben, die Ă€hnliche Fahrzeuge im Bestand hatten.

Nach EinfĂŒhrung der VHH-PVG-Unternehmensgruppe wurde bei neuen Fahrzeugen ab 2006 eine neue Lackierung in Silbergrau (wie auch bei der VHH) eingefĂŒhrt, bei den Fahrzeugen ohne Werbung wieder mit den roten Lettern „PVG“ auf den hinteren SeitenflĂ€chen. Zum 1. April 2008 bekamen die PVG-Busse Wagennummern nach dem VHH-System. Eingesetzt wurden zuletzt hauptsĂ€chlich Mercedes-Benz Citaro in den AusfĂŒhrungen als 12-m-Bus (2- und 3-tĂŒrig), 15-m-Bus (3-tĂŒrig) und als Gelenkbus (4-tĂŒrig), außerdem zwei MAN-BuszĂŒge mit AnhĂ€nger von Göppel fĂŒr den Einsatz auf Linien mit SchĂŒlerverkehr im Raum Barmstedt (im Auftragsverkehr fĂŒr die KViP). In Ahrensburg, in Lauenburg und auf den beiden Linien im Blankeneser Treppenviertel werden kleine MAN-Lion’s-City-Midibusse eingesetzt. Auf letzteren wurden hier auch Elektrobusse verschiedener Hersteller getestet, die starke Steigung am Weseberg stellt allerdings erhöhte Anforderungen an den Antrieb. Die Kleinbusse wurden auch auf der Linie 288 in Altona eingesetzt.

VHH PVG-Unternehmensgruppe (2000–2012)

Im Jahr 2000 schlossen sich die VHH und die PVG zu einem Gleichordnungskonzern mit einer gemeinsamen GeschĂ€ftsfĂŒhrung der beiden Verkehrsunternehmen zusammen. Diese hatte ihr BĂŒro am Georgsplatz 1 in der Hamburger City.

2003 beteiligte sich die VHH zusammen mit der BeNEX an den Verkehrsbetrieben in Kiel (Kieler Verkehrsgesellschaft mbH KVG) und LĂŒbeck (Stadtverkehr LĂŒbeck GmbH SL).
Am 1. Januar 2004 wurde aus der Ratzeburg-Möllner Verkehrsgesellschaft (RMVG) mit Beteiligung der Stadtwerke Ratzeburg und Mölln sowie der VHH (mit zunĂ€chst 24 %) die Ratzeburg-Möllner Verkehrsbetriebe GmbH (RMVB) neu gegrĂŒndet. Zum 1. Januar 2006 erhöhte die VHH die Beteiligung auf 75 %. Die RMVB hatte damals 44 BeschĂ€ftigte und betrieb mit 29 Fahrzeugen 16 Regionalbuslinien im Kreis Herzogtum Lauenburg – insbesondere im SchĂŒlerverkehr – sowie jeweils 4 Stadtbuslinien in Ratzeburg und Mölln.cite-ref-rmvb-2006-85-0[85]

2005 gewann die PVG die Ausschreibung des Stadtverkehrs Elmshorn, den vorher jahrelang der dort ansĂ€ssige Busverkehrsbetrieb Meißner u. a. mit gegenlĂ€ufigen Ringlinien durchfĂŒhrte. Die PVG ordnete den Verkehr durch Einrichtung klar bezeichneter Linien neu und hatte damit Erfolg. Bei der fĂŒr 2009 planmĂ€ĂŸig erfolgten weiteren Ausschreibung unterlag die PVG einem anderen Bieter.

Zum 1. Januar 2006 wurde die Beteiligung der VHH an der PVG von 5,6 % auf 94,9 % erhöht, die restlichen 5,1 % hielt die KViP (Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg mbH). Damit traten die VHH als grĂ¶ĂŸter Anteilseigner an die Stelle der HGV Hamburger Gesellschaft fĂŒr Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH.cite-ref-86[86] Die HGV ist Holding-Gesellschaft vieler öffentlicher Unternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg. Die neu gelieferten Fahrzeuge erschienen ab nun in einem neuen, gemeinsamen Design mit einer silbergrauen Außenlackierung mit großen Buchstaben (VHH bzw. PVG) auf den hinteren LĂ€ngsseiten der Busse. Im selben Jahr wurden Ausschreibungen fĂŒr Busleistungen in SĂŒdstormarn und Lauenburg gewonnen. Die höhere QualitĂ€t wie Busse mit Klimaanlage und RBL wie im Kreis Pinneberg war hier aus KostengrĂŒnden nicht gefordert.

Anfang der 2000er Jahre gab es bis etwa 2006 zur Anbindung von Discotheken im Hamburger Umland einige besondere Disco-Linien nach § 43 PBefG mit eigenem Tarif:

6910 BarsbĂŒttel, Rathaus – Glinde – Neuschönningstedt – Stapelfeld – Brunsbek-Kronshorst – Trittau, „New Elephant“ (jeden zweiten und vierten Freitag-Abend hin, 0:05 und 2:00 Uhr zurĂŒck)
6920 Bf. Ahrensburg – Meilsdorf – Siek – Schmalenbeck – Großhansdorf – Hoisdorf – LĂŒtjensee – Trittau, „New Elephant“ (jeden ersten und dritten Freitag-Abend hin, 0:05 und 2:00 Uhr zurĂŒck)
6940 U-Bf. Ochsenzoll → Norderstedt, Ulzburger Str. → Friedrichsgabe → Quickborn, Event Center (Club) → Friedrichsgabe → Bf. Norderstedt Mitte → Friedrichsgaber Weg → U-Bf. Garstedt
6950 Bf. Bergedorf – Wentorf, „Viva“ (– Reinbek) (NĂ€chte fr/sa und sa/so)
6960 Bf. Rahlstedt – Stapelfeld (Anschluss zur/von Linie 691)
6990 Niendorf Markt – „Madhouse“

Die Linien 691 bis 696 wurden von der VHH betrieben, Linie 699 von der PVG.

Anfang 2001 fĂŒhrte die PVG Leistungen fĂŒr die VHH auf Linien der VHH aus, umgekehrt fĂŒhrte die VHH Leistungen fĂŒr die PVG auf den Linien 111, 115, 185, 188 und der Nachtlinie 603 durch, außerdem fĂŒr die HHA auf den Linien 260, 161, 163, 263, 264, 168, 175, 275, 176, 276, 376 sowie den Nachtlinien 608 und 618. Im Jahr 2004 hatte die VHH Auftragsleistungen auf besonders vielen Linien der HHA im Osten und Norden Hamburgs; so fuhren VHH-Busse auf den HHA-Linien 8, 9, 10, 23, 24, 26, 116, 160, 260, 161, E62, 162, 262, 263, 168, 368, 171, 271, 275, 376, 192, 292, 608 und 618.

Auf der als Ersatz fĂŒr die eingestellte FĂ€hrlinie der HADAG im nordöstlichen Bereich des Hamburger Hafens betriebenen Buslinie 256 setzte die PVG bis MĂ€rz 2009 einen Sprinter-Kleinbus ein. WĂ€hrend der Hauptverkehrszeiten zog er zur VergrĂ¶ĂŸerung des Platzangebots einen kleinen BusanhĂ€nger, der außerhalb dieser Zeiten abgestellt wurde. Dies war seit 1962, nach dem Verbot von PersonenanhĂ€ngern, der erste Einsatz in der Bundesrepublik Deutschland, zunĂ€chst mit Ausnahmegenehmigung. Inzwischen verkehrt dort wieder ein normaler Bus.

2007 wurden mit 548 Bussen auf 163 Linien 34,716 Mio. Kilometer geleistet und dabei 101.547.282 FahrgĂ€ste befördert. Die VHH-PVG-Unternehmungsgruppe beschĂ€ftigte damals 1556 Mitarbeiter (mit abg, ORD, HHB und Globus 24), davon 1236 im Fahrbetrieb, 138 in der Technik und 103 in der Verwaltung, außerdem gab es 79 Auszubildende. Der Sitz der Unternehmensgruppe befand sich damals in einem BĂŒro am Georgsplatz 1 in der NĂ€he des Hamburger Hauptbahnhofs.cite-ref-87[87]

2010 wurden einige VHH-Busse mit einem rot lackiertem BĂŒcherregal ĂŒber dem vorderen linken Radkasten ausgestattet, in denen gebrauchte BĂŒcher in Kooperation mit dem Hamburger Gebrauchtwaren-Kaufhaus Stilbruch, einem Tochterunternehmen der Stadtreinigung Hamburg, den FahrgĂ€sten zur VerfĂŒgung gestellt werden. Nach ursprĂŒnglich 100 so ausgerĂŒsteten Bussen wurden 2014 in weiteren 30 Bussen BĂŒcherregale eingebaut, so dass dann 130 Busse damit ausgestattet waren.

Mitte der 2010er Jahre begann die AusrĂŒstung der Busse mit kostenlosem WLAN fĂŒr die FahrgĂ€ste zunĂ€chst auf der Schnellbuslinie 31 (heute: X80) und der VHH-„Premium“-Buslinie 3.

Im Raum Barmstedt bedient die PVG (seit 2013 als VHH) im Auftrag der KViP insbesondere den SchĂŒlerverkehr. Hierzu wurden von 2010 bis Januar 2020 neue BusanhĂ€ngerzĂŒge vom Typ Göppel „MaxiTrain“ eingesetzt, sodass außerhalb der Spitzenzeiten die dann nicht benötigten AnhĂ€nger abgestellt werden konnten. Diese BuszĂŒge sollten an den Wochenenden der Sommermonate in der Haseldorfer Marsch auf der Linie 589 eingesetzt werden. Der AnhĂ€nger sollte hier der Mitnahme von FahrrĂ€dern fĂŒr den Ausflugsverkehr dienen, was aber dann wegen des hohen Aufwands zur wöchentlichen UmrĂŒstung der Inneneinrichtung des AnhĂ€ngers unterblieb.

Die (alten) VHH betrieben mit etwa 380 Bussen etwa 136 Buslinien im Norden, Nordosten und Osten Hamburgs, hier insbesondere auch die Linien im Bezirk Bergedorf. Dazu gehörten auch die Stadt- und Ortsverkehre von Norderstedt, Ahrensburg, Reinbek, Geesthacht, Lauenburg, Quickborn, Henstedt-Ulzburg und, zusammen mit der PVG, Pinneberg innerhalb des HVV.

Die (seit Dezember 2012 als VHH betriebene) PVG bediente mit etwa 180 Bussen auf 41 Linien ĂŒber 600 Kilometer Streckennetz. Darunter waren 5 Metrobus-, 6 Nachtbuslinien, 2 Quartiersbuslinien mit Klein-/Midi-Bussen zum Schnellbustarif, 2 reine Schulbuslinien und 8 Linien im Auftrag der KViP. Die Leistung betrug 12.360.000 km/Jahr. Pro Jahr wurden 46 Millionen FahrgĂ€ste befördert. Sie betrieb Linien im Westen Hamburgs und im Kreis Pinneberg, hier u. a. die Stadtverkehre von Wedel, Schenefeld und, zusammen mit der VHH, den Stadtverkehr in Pinneberg.

Aktuelles

Seit Mitte der 2010er Jahre werden neben den bisher fast ausschließlich eingesetzten Bussen von EvoBus (hauptsĂ€chlich Citaros) auch Busse von Volvo (8900 LE) und MAN (Lion’s City) angeschafft. Erstere wurden bis 2018 in Silbergrau geliefert, letztere ab 2016 in Altweiß. Seit 2019 werden auch die Fahrzeuge von Mercedes-Benz in Weiß geliefert.

Das inzwischen in die Jahre gekommene, bisher benutzte RBL wurde ab 2018 durch ein neues Intermodal Transport Control System (ITCS) ersetzt. Dieses beinhaltet die Steuerung des Fahrbetriebs durch stĂ€ndige Informations- und Kommunikationsmöglichkeit zwischen Fahrzeugen/Fahrpersonal und der Leitstelle, aktuelle Fahrgastinformationen (an DFI-Stationen, ĂŒber das Internet und per HVV-App) sowie das Vertriebssystem ĂŒber neue Fahrscheindrucker inklusive PrĂŒfgerĂ€te fĂŒr eine HVV-Card. Dabei werden die zehn VHH-Betriebsstandorte mit sieben Betriebshofleitungen als auch der KViP-Standort in Uetersen und die RMVB-Standorte in Ratzeburg und Mölln einbezogen. Die aktuellen Betriebsdaten (Echtzeit) werden dabei auch in eine HVV-„Datendrehscheibe“ gespeist, in der die Daten der verschiedenen HVV-Verkehrsmittel/-Betreiber gesammelt und abgegeben werden.cite-ref-88[88] Die EinfĂŒhrung des Wirkbetriebs erfolgte zunĂ€chst am Standort Ahrensburg, wo die FunktionalitĂ€t getestet, verbessert und erweitert wurde.cite-ref-89[89] Anfang 2020 waren ungefĂ€hr die HĂ€lfte der rund 700 Omnibusse umgerĂŒstet.cite-ref-90[90]

Einsatz von Hybrid- und Elektrobussen

Die beiden Verkehrsbetriebe VHH und Hochbahn wollen nach einer Verpflichtung der Stadt Hamburg ab 2020 neue Busse fĂŒr den Verkehr in Hamburg nur noch mit alternativen Antrieben beschaffen, wie beispielsweise emissionsfreie Batteriebusse. Ab Anfang/Mitte der 2010er Jahre fanden Untersuchungen und Tests statt, um geeignete Antriebs- und Busmodelle zu finden, die den AnsprĂŒchen der Verkehrsbetriebe genĂŒgen.

Ende 2013 beschaffte die VHH zehn dreitĂŒrige Volvo 7900 Busse mit Parallel-Hybrid-Antrieb fĂŒr den Einsatz vom Betriebshof Bergedorf aus. 2015 wurden diese durch zehn neue Exemplare ersetzt.

Ab Oktober 2014 wurde auf der Blankeneser Linie 48/488 ein Midibus des Herstellers Rampini eingesetzt, der rein elektrisch fÀhrt. Die Aufladung der Akkus im Fahrzeug erfolgt in der nÀchtlichen Betriebspause, aber auch zwischen den Fahrten wÀhrend der Pause an einer Ladestation an der Endhaltestelle am S-Bf. Blankenese.cite-ref-91[91] 2015 wurde ein weiterer Rampini-Elektrobus bestellt, der ab Mai 2016 eingesetzt wurde. Im Oktober 2024 wurden die beiden Rampini-Busse ausgemustert.cite-ref-92[92]

Nach einer europaweiten Ausschreibung 2014 wurden zwei 18,6 m lange Elektro-Gelenkbusse des Typs „Exqui.City 18“ beim belgischen Busproduzenten Van Hool bestellt, die ab 2017 versuchsweise auf der Metrobuslinie 3 Bahrenfeld – Neustadt – Rathausmarkt – Hauptbahnhof (– Rothenburgsort – Tiefstack) eingesetzt wurden.cite-ref-93[93]cite-ref-94[94]cite-ref-95[95] Diese Elektrobusse waren im Betriebshof Schenefeld stationiert, von wo aus auch die beiden Rampini-Busse eingesetzt wurden. Da diese beiden Busse nicht zur Zufriedenheit der VHH liefen, wurden anstatt weitere solcher Van-Hool-Elektro-Gelenkbusse zu beschaffen die beiden wieder zurĂŒckgegeben. Andere europĂ€ische Batterie-Gelenkbusse waren damals noch nicht auf dem Markt.

Im August 2017 wurden fĂŒr 5,8 Mio. Euro zehn Sileo-Elektrobusse bestellt, je fĂŒnf Solo- und fĂŒnf Gelenkbusse.cite-ref-96[96] Der Vertrag wurde im Jahr 2019 storniert, da die Busbaureihe keine Zulassung fĂŒr Deutschland bekam. Ende 2019 wurde der erste Elektrobus (Lion’s City 12 E) von MAN ĂŒbergeben. Von dieser Baureihe werden zehn vom Betriebshof in Norderstedt-GlashĂŒtte und sieben vom Betriebshof in Bergedorf aus eingesetzt. Die 16 im Jahr 2019 bestellten und im Januar 2020 an die VHH ĂŒbergebenen eCitaro werden von Bergedorf aus eingesetzt.cite-ref-97[97]

Bei einem Ausbau des Betriebshofes Bergedorf fĂŒr gut 10 Mio. Euro wurde dieser 2017/2018 mit einer neuen Halle mit fĂŒnf Fahrspuren fĂŒr die Wartung von Elektrobussen ausgerĂŒstet.cite-ref-98[98] FĂŒr die Stromversorgung, die hauptsĂ€chlich in der sonst verbrauchsĂ€rmeren Nachtzeit zum Laden der Akkus in den Bussen benutzt wird, wurde hier eine Übergabestation vom Hamburger Stromnetz mit einer Ringleitung und Transformatoren installiert. Die Ladeinfrastruktur ist fĂŒr letztendlich 137 Busse vorgesehen.cite-ref-99[99]cite-ref-100[100]

Ab 2020 waren auch Batterie-Elektrobusse von den großen deutschen Busherstellern serienreif und erhĂ€ltlich. Seitdem werden auch Mercedes-Benz eCitaro und MAN Lion’s City E angeschafft und eingesetzt.

Seit 2021 werden Batterie-Elektrobusse – mit dem Branding „elexity“ – von MAN (Lion's City 12E und 18E), Mercedes-Benz (eCitaro und eCitaro G) und Volvo (vier 7900 EA Gelenkbusse) eingesetzt.cite-ref-101[101] Von den ebenfalls bestellten acht Irizar ieBus 12 konnte nur einer Anfang 2022 zugelassen werden. Die restlichen sieben kamen erst im Mai 2022 und waren mit etlichen Fehlern behaftet, sodass die VHH vom Kaufvertrag zurĂŒcktrat und alle acht Irizar an die Herstellerfirma zurĂŒck schickte.cite-ref-102[102] Anfang 2023 hatte die VHH 86 E-Busse im Bestand, die hauptsĂ€chlich von den Betriebshöfen Bergedorf, Schenefeld und Norderstedt aus eingesetzt werden. Im zweiten Quartal 2023 sind nach der Lieferung von weiteren 17 E-Bussen und 11 E-Sprinter-Kleinbussen 114 elektrisch angetriebene Busse im Bestand. Bei Daimler Buses und MAN wurden weitere E-Busse bestellt, von denen zunĂ€chst 47 Solo- und 48 Gelenkbusse des Typs eCitaro sowie 48 Solobusse Lion's City 12E von MAN zur Lieferung 2024 anstehen. Insgesamt umfasst die Bestellung eine Option auf bis zu 250 e-Busse von Daimler Buses und bis zu 100 Solobusse von MAN Truck & Bus.cite-ref-103[103] Inzwischen werden auf den Ende 2022 neu eingefĂŒhrten Ortsbus- bzw. Stadtbuslinien in Henstedt-Ulzburg, Bargteheide und Schwarzenbek 16 Elektro-Kleinbusse des Typs VDL MidCity Electric auf MB-Sprinter-Basis eingesetztcite-ref-104[104], die ursprĂŒnglich fĂŒr Connexxion in den Niederlanden vorgesehen waren. Kleinbusse waren schwer zu beschaffen, so wurden fĂŒr kurze Zeit auch andere Kleinbusse fĂŒr den Einsatz geliehen.

On-Demand-Angebote „ioki Hamburg“ bzw. „hvv hop“

Nach einem Testbetrieb fĂŒr VHH-Mitarbeitercite-ref-105[105] sind die VHH Betreiber eines Ridepooling-Angebots mit Elektrofahrzeugen mit sechs SitzplĂ€tzen (LEVC TX, neues „London-Taxi“).

ioki Hamburg in Lurup und Osdorf

Vom 18. Juli 2018 bis zum 30. Dezember 2022 wurde unter dem Namen ioki Hamburg innerhalb des begrenzten Bedienungsgebietes (Lurup und Osdorf) auf Nachfrage gefahren, in den ersten Wochen nur montags bis freitags von 4 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts. Ab dem 8. August 2018 wurde das Angebot rund um die Uhr angeboten. Die Nutzer mĂŒssen sich ĂŒber die ioki Hamburg App anmelden und Start- und Zielort angeben. Die Fahrten erfolgen von einer der eingerichteten (virtuellen) Haltestellen zu einer Adresse im Bedienungsgebiet oder umgekehrt.cite-ref-106[106] Bezahlt wird ĂŒber die App, Zeitkarten des HVV (Tageskarten, Wochenkarten, Monatskarten oder Abonnements) werden auch anerkannt. Die Fahrten werden so koordiniert, dass mehrere FahrgĂ€ste gleichzeitig befördert werden können (Ridepooling).cite-ref-107[107] Das zunĂ€chst bis Ende 2018 befristete Angebot wurde bis Ende 2022 verlĂ€ngert.cite-ref-108[108] Seit April 2019 ist zusĂ€tzlich zum HVV-Tarif ein Aufpreis von 1 Euro pro Person und Fahrt erforderlich. Bezahlt werden kann inzwischen neben der Kreditkarte, Apple Pay oder Überweisung auf das VHH-Konto auch ĂŒber eine Guthabenkarte.cite-ref-109[109] Das Angebot ioki Hamburg ist als besonderer Linienverkehr nach §§ 42 und 2(6) PBefG konzessioniertcite-ref-1-110-0[110]. Das bisherige ioki-Angebot im Raum Lurup/Osdorf wurde am 30. Dezember 2022 eingestellt.

ioki Hamburg in Billbrook

Vom Herbst 2019 bis zum 30. Dezember 2022 wurde ioki Hamburg auch in Hamburg-Billbrook angeboten, hier allerdings zunĂ€chst mit Nissan-Minibussen mit Verbrennungsmotor. In diesem sĂŒdöstlich der Innenstadt gelegenen und durch Industrie- und Gewerbebetriebe geprĂ€gten Stadtteil mit mehr als 20.000 BeschĂ€ftigten gab es ein zweistufiges Angebot, das parallel zu den vorhandenen Buslinien angeboten wurde:

‱ TagsĂŒber zwischen 5 und 20 Uhr, wenn werktags hier auch vorhandene Buslinien angeboten werden, wird ioki nur auf bestimmten Straßen – besonders im östlichen Teil Billbrooks – angeboten. DafĂŒr war zur gĂŒltigen HVV-Fahrtberechtigung ein Zuschlag von 1 Euro pro Person und Fahrt erforderlich.
‱ Abends und nachts (20 bis 5 Uhr) bot ioki Fahrten in ganz Billbrook mit 37 Haltestellen an. Zu diesen Zeiten war hier zuerst kein Zuschlag erforderlich.cite-ref-111[111]

Verbindungen zu den Schnellbahnstationen Billwerder-Moorfleet (S2+S21) sowie Horner Rennbahn und Billstedt (U2+U4, auch Nachtbus) wurden immer angeboten. Auch IKEA in Moorfleet und die Justizvollzugsanstalt Billwerder lagen im Bedienungsgebiet.cite-ref-112[112]

ioki bzw. hvv hop in Ahrensburg und Trittau/LĂŒtjensee/Brunsbek

Seit Dezember 2020 gibt es zwei weitere Einsatzgebiete des ioki im Kreis Stormarn: in der Stadt Ahrensburg (mit 14 zusĂ€tzlichen Haltestellen)cite-ref-113[113] sowie in den Gemeinden Trittau, Brunsbek, Rausdorf, Großensee und LĂŒtjensee mit Anbindung an die nĂ€chsten sĂŒdwestlichen Busknotenpunkte Stapelfeld, Großlohe (Rahlstedt), Willinghusen und Neuschönningstedt Haidkrug.cite-ref-114[114] Dabei werden Elektrofahrzeuge des Typs LEVC eingesetzt, fĂŒr die Fahrt ist neben dem HVV-Ticket 1 Euro Aufschlag pro Person fĂ€llig.cite-ref-115[115] FĂŒr Fahrten auf der Strecke des vorher bestehenden AST 837 zwischen Trittau und Brunsbek kann fĂŒr Inhaber einer dort gĂŒltigen HVV-Zeitkarte eine Befreiung von der Zuzahlungspflicht beantragt werden.cite-ref-116[116] Seit Dezember 2022 wird das bisherige ioki-Angebot unter dem neuen Namen „hvv hop“ angeboten.cite-ref-117[117] Im Herbst 2023 wurde das Bedienungsgebiet des hvv hop Ahrensburg bis zur Siedlung Kremerberg erweitert.cite-ref-118[118]

Das On-Demand-Angebot vhh hop 837 im Raum Trittau/LĂŒtjensee/Brunsbek wurde neben der VerlĂ€ngerung des Förderungszeitraumes vom Kreis Stormarn bis zum 31. Dezember 2026 am 16. Dezember 2024 auch auf die Gemeinden Siek und Braak ausgedehnt. Dieses Bedienungsgebiet umfasst nun 83 kmÂČ, wobei die Gewerbegebiete Siek und Stapelfeld/Braak wegen der vorhandenen Linienbusbedienung (869 bzw. 462) nicht bedient werden.cite-ref-119[119] Dagegen lief das hvv-hop-Angebot in Ahrensburg nach Ende des Förderungszeitraumes zum 31. Dezember 2024 aus, das Linienbusangebot wurde hier zum Fahrplanwechsel erhöht.

hvv hop in Henstedt-Ulzburg

Seit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022 gibt es neben den bestehenden on-demand-Angeboten in Ahrensburg und Trittau/Brunsbek ein weiteres Bedienungsgebiet in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg (hvv hop 896).

hvv hop in Harburg und Projekt ahoi

Seit dem 2. Januar 2023 wird in Hamburg-Harburg ebenfalls on-demand-Verkehr als „hvv hop“ (843) angeboten, zuerst in den östlichen Harburger Stadtteilen Neuland, Gut Moor, Wilstorf, Rönneburg, Langenbek und Sinstorf sowie im Harburger Zentrum. Seit dem 25. April 2023 werden auch die westlicher gelegenen Stadtteile Heimfeld, Eißendorf und Marmstorf bedient.cite-ref-120[120]

Am 14. Dezember 2025 wurde neben dem bisherigen Harburger Bedienungsgebiet (jetzt Bediengebiet Harburg-Stadt bzw. -Ost) nordwestlich davon ein weiteres Bediengebiet (als „Harburg West“) ergĂ€nzt, so dass jetzt neu mit den Stadtteilen Cranz, Neuenfelde, Francop, Altenwerder, Moorburg, Neugraben-Fischbek und Hausbruch mit Neuwiedenthal der gesamte Bezirk Harburg bedient werden kann. Außerdem wurden die Bedienzeiten montags bis donnerstags auf 4 Uhr bis 1:30 Uhr begrenzt sowie durchgĂ€ngig freitags 4 Uhr bis sonntags 24 Uhr.cite-ref-121[121] Die Laufzeit des erfolgreichen Projekts wurde bis Ende 2026 verlĂ€ngert. Der eigentliche Starttermin fĂŒr die Erweiterung des Gebietes wurde wegen Widerstand des Taxigewerbes vom 4. August 2025 auf den 14. Dezember verschoben.

Im Projekt ahoi („Automatisierung des Hamburger On-Demand-Angebots mit Integration in den ÖPNV“) werden ab 2026 im Rahmen des hvv hop im Bedienungsgebiet Harburg autonom fahrende Batterie-Kleinbusse von eVersum eingesetzt, zunĂ€chst (Phase II) mit einer mitfahrenden Person zur Überwachung, aber noch ohne FahrgĂ€ste. In Phase III werden dann FahrgĂ€ste im Rahmen des on-demand-Angebots von hvv hop befördert, (zunĂ€chst) weiter mit einer Überwachungsperson.cite-ref-122[122]

Projekt Autonomes Fahren „TaBuLa“

In Lauenburg wurde der Betrieb eines autonom fahrenden Kleinbusses von der VHH durchgefĂŒhrt. Das Projekt wurde unter dem Namen Testzentrum autonome Busse Lauenburg/Elbe TaBuLa von der Technischen UniversitĂ€t Hamburg (TUHH) begleitet. Das Bundesministerium fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) förderte TaBuLa im Rahmen des Forschungsprogramms zur Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr (AVF) mit 1,9 Mio. Euro.cite-ref-123[123]

Vom 11. Oktober 2019 bis zum 30. November 2021 (allerdings mit „Corona“-Zwangspause ab Dezember 2020) war ein fahrerloser Navya-Kleinbus auf drei unterschiedlich langen Ringstrecken ab dem Lauenburger ZOB unterwegs. Seine Höchstgeschwindigkeit betrug 18 km/h. Die Mitfahrt war kostenlos, im Fahrzeug gab es Begleitpersonal. Die vorgesehenen Betriebszeiten waren dienstags bis freitags von 8 bis 11 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie sonnabends von 8 bis 14 Uhr. Aufgrund von Einstellungsarbeiten und Testphasen war der Einsatz bzw. die Mitfahrt nicht immer möglich.cite-ref-124[124]

Mit 1,79 Mio. Euro förderte der Bund ab dem 1. Juli 2020 das Anschlussprojekt unter dem Namen „TaBuLa-LOG“cite-ref-125[125], bei dem auch Briefe und Pakete transportiert wurden, um den kombinierten Warentransport mit einem (auf Teilstrecken mitfahrenden) Transportroboter („Laura“) zu testen.cite-ref-126[126]cite-ref-127[127]

BetriebsstÀtten

Die VHH hat folgende Betriebseinrichtungen:cite-ref-128[128]

‱ Bergedorf (B), Curslacker Neuer Deich 37 (mit Verwaltung und Hauptwerkstatt), entstand 1928 bei der BGE, 1975–1979 Neubau auf dem Nachbar-GrundstĂŒck, 1991 erweitert fĂŒr 212 Busse, 1996 neues VerwaltungsgebĂ€ude

FĂŒr die Wartung von E-Bussen wurde ein neues WerkstattgebĂ€ude errichtet. Es enthĂ€lt elektrische PrĂŒfeinrichtungen, DacharbeitsplĂ€tze und Kranbahnen, da sich bei Elektrobussen ein betrĂ€chtlicher Teil der elektrischen AusrĂŒstung auf dem Fahrzeugdach befindet. Richtfest fĂŒr diese Anlage war im November 2017.cite-ref-129[129]
Zum Betriebshof Bergedorf gehören auch die beiden Betriebsstellen Geesthacht (D), DĂŒnenstraße 12, seit 1999 (2017: 21 Busse) Lauenburg (L), BĂŒchener Weg 104 (2017: 16 Busse)

‱ Glinde (G), Berliner Straße 1 (mit Werkstatt), 1966 fĂŒr zunĂ€chst 60 Busse eingerichtet, 1992–1994 unter laufendem Betrieb fĂŒr 111 Busse völlig neu gebaut, damals 286 BeschĂ€ftigte, davon 240 im Fahrdienstcite-ref-130[130] (2017: 65 Busse)

‱ Billbrook (I), Moorfleeter Str. 25 (2023 fĂŒr bis zu 41 E-Busse umgebaut)cite-ref-131[131]; Billbrookdeich 213cite-ref-132[132] (2017: 25 VHH-Busse, ab 2020 fĂŒr ioki-Fahrzeuge); (W, Billbrook III), Werner-Siemens-Str. 35 (seit Dezember 2020)

‱ Rahlstedt (O), Oldenfelder Bogen 23, beim Höltigbaum, seit 2001; hier wurden die Fahrer der ORD eingesetzt (2017: 23 Busse)
‱ Quickborn (Q), Ellerauer Straße 7 (mit Werkstatt, ehemals Mullikas), etwa 1930 erbaut, 1962, 1968–1970 und 1989–1993 erweitert (2017: 56 Busse)

‱ Norderstedt (N), im Stadtteil GlashĂŒtte, Hans-Böckler-Ring 10, im Dezember 2016 auf dem TÜV-Nord-GelĂ€nde neu eingerichtet (2017: 15 Busse), Anfang 2021 fĂŒr (zunĂ€chst) zehn E-Busse ausgerĂŒstetcite-ref-133[133] WĂ€hrend der Umbauzeit 2023/2024 u. a. fĂŒr weiteren E-Bus-Einsatz gibt es ein Ausweichquartier im Stadtteil Friedrichsgabe, Beim Umspannwerk 159.cite-ref-134[134]

‱ Ahrensburg (ABG), im Gewerbegebiet Nord, Kornkamp 46, ab 1975 fĂŒr 24 Busse, Einsatzort der abg-Fahrer; wegen Modernisierung und Umstellung auf Elektrobetrieb nutzt die ABG 2024/2025 das benachbarte ehemalige famila-GelĂ€ndecite-ref-135[135]

‱ Bargteheide, an der Max-Planck-Straße im Osten der Stadt Ende 2025 zur Unterbringung der Elektro-Kleinbusse des Stadtverkehrs und den Bussen der Linie 374 neu eingerichtet; die Kleinbusse wurden vorher auf dem Friedhofsparkplatz abgestellt.cite-ref-136[136]

‱ Schenefeld (S), Osterbrooksweg 73 (mit Verwaltung und Werkstatt, ehemals PVG), 1975 fĂŒr 88 Busse eingerichtet, 1989–1991 modernisiert und erweitert fĂŒr 134 Busse und 450 BeschĂ€ftigtecite-ref-137[137]cite-ref-138[138] (2018: 172 Busse, davon ein Drittel Gelenkbusse); wurde 2022/2023 erweitert und fĂŒr Elektrobusse eingerichtet

‱ Volkspark (V), Schnackenburgallee 196, im Dezember 2020 fĂŒr zunĂ€chst 33 Busse und 110 Mitarbeiter als Ausweichstelle fĂŒr Schenefeld wĂ€hrend der Bauarbeiten in Betrieb genommencite-ref-139[139]

‱ Elmshorn (E), Robert-Bosch-Str. 6 (mit Werkstatt, ehemals PVG), 1985 als Ersatz fĂŒr den vorherigen Elmshorner Betriebshof fĂŒr 36 Busse entstanden (2017: 22 VHH-Busse)

Die PVG-Betriebsstelle Wedel ist ab 1977 stillgelegt worden, die Betriebsstelle Wilster wurde 1985 aufgegeben.

Beim Bau des Gewerbehofes Stellinger Moor an der Schnackenburgallee ist die Anlage eines Betriebshofes der VHH fĂŒr bis zu 250 Elektrobusse vorgesehen. Dort werden auch Lademöglichkeiten fĂŒr Strom und Wasserstoff entstehen, die auch fĂŒr die Fahrzeuge der ebenfalls im Gewerbehof untergebrachten Betriebsstellen von Hamburg Wasser und Stromnetz Hamburg sowie der benachbarten Stadtreinigung Hamburg zur VerfĂŒgung stehen werden.cite-ref-140[140]cite-ref-141[141]

Die 1928 in der Zeit der SĂŒdstormarnschen Kreisbahn entstandene Betriebsstelle am Bahnhof Trittau mit Werkstatt wurde am 6. Juni 1977 geschlossen. Bis 1991 wurden dort noch vier Busse fĂŒr den SchĂŒlerverkehr im Freien abgestellt.
Die SĂŒdstormarnsche Kreisbahn hatte in den Anfangstagen ihres Busbetriebs in der NĂ€he des Bahnhofs Billstedt am Steinbeker Weg in Billstedt-Kirchsteinbek fĂŒr zunĂ€chst vier Busse eine Busgarage eingerichtet. Nach dem Krieg wurde die KapazitĂ€t dort erhöht, zwölf Busse, teilweise mit AnhĂ€nger, wurden dort abgestellt. Am Bahnhof Billstedt war auch der Sitz der Verwaltung der Verkehrsbetriebe des Kreises Stormarn (VKSt). Erst durch das Groß-Hamburg-Gesetz wechselte 1937 Billstedt vom Kreis Stormarn nach Hamburg.
Nach Einrichtung eines StĂŒtzpunktes 1953 in einer alten Munitionsanstalt in den Oher Tannen nahe Neuschönningstedt Haidkrug wurden die Busse von Billstedt abgezogen, die Werkstatt und ein Bus fĂŒr Personalfahrten blieben dort noch bis Ende 1954. Nach einem halben Jahr wurde 1954 die Betriebsstelle Glinde im Gleisdreieck an der Möllner Landstraße eingerichtet, so dass das Provisorium aufgegeben werden konnte. Nach Bezug des neu gebauten Betriebshofes Glinde in der Berliner Straße am 1. Juni 1966 wurde das GelĂ€nde im Gleisdreieck verkauft.
In Ahrensburg gab es bis 1954 eine angemietete Halle gegenĂŒber dem Schloss am Marstall, wo ein Bus vom Fahrer abgestellt und auch gewartet wurde. Ab etwa 1957 wurden die Busse bei der Aral-Tankstelle Gebers abgestellt. Um 1970 standen die Busse bei der Firma Stange an der Badeanstalt, bis 1975 der Betriebshof im Kornkamp im Industriegebiet Nord in Betrieb genommen wurde.cite-ref-142[142]

Der Betriebshof des 1957 ĂŒbernommenen Omnibusbetriebs Heinrich Prahl in Bad Bramstedt befand sich in der Rosenstraße. Dabei wurde auch eine Wagenhalle in Hohenwestedt ĂŒbernommen.cite-ref-143[143]

Der Betriebsteil NeumĂŒnster mit dem im Januar 2005 in Betrieb genommenen Betriebshof-Neubau (mit Werkstatt) in der Rendsburger Straße 87 wurde zum 1. Januar 2015 in die SWN Verkehr GmbH ĂŒberfĂŒhrt. Bis 2005 befand sich der Betriebshof in der Rosenstraße 1b.

Der Betriebshof des Tochterunternehmens RMVB (ehemals RMVG) befindet sich in Ratzeburg, Schweriner Straße 90 (2017: 36 Busse). Ab 1982 gab es in Mölln am Rudolf-Diesel-Weg einen weiteren Betriebshof der damaligen RMVG.cite-ref-rmvb-2006-85-1[85]

Daten

Im Jahr 2022 waren rund 2500 Mitarbeiter bei der VHH beschĂ€ftigt. Mit etwa 700 Bussen wurden rund 100,8 Millionen FahrgĂ€ste (2018, vor der Covid-Pandemie: 106,6 Mio.) auf 170 eigenen Linien mit ĂŒber 600 km StreckenlĂ€nge befördert. Der Umsatzerlös lag bei 132,1 Millionen Euro, die Absatzleistung betrug 42.989.000 km. Im Schienenersatzverkehr fĂŒr Eisenbahnverkehrsunternehmen wie AKN, nordbahn, S-Bahn Hamburg und DB Regio wurden im Jahr 2022 rund 766.000 km gefahren.cite-ref-144[144]

Der Kostendeckungsgrad betrug 2011 bei der PVG 93,51 %, bei der VHH 80,19 %.cite-ref-145[145] 2012 lag der Kostendeckungsgrad der VHH bei 93,7 %, 2013 bei 89,12 %cite-ref-146[146], 2014 bei 88,8 %, 2015 bei 89,21 %cite-ref-147[147], 2016 bei 89,76 %cite-ref-148[148], 2017 bei 91,20 %cite-ref-149[149] und 2018 bei 88,32 %.

Beteiligungen

Die VHH sind unter anderem beteiligt:cite-ref-150[150]

‱ an der ABG Ahrensburger Busbetriebsgesellschaft mbH mit 100 % fĂŒr den Fahrdienst im Raum Ahrensburg, HoisbĂŒttel und Bargteheide; ab 1995 mit zunĂ€chst 51 % VHH-Anteil und 49 % Dahmetal-Anteil, spĂ€ter 58 % VHH-Anteil; auch verantwortlich fĂŒr On-Demand-Verkehre (hvv hop) in Holstein
‱ an der vhh.forward mit 100 % fĂŒr den On-Demand-Verkehr (hvv hop) in Hamburg-Harburgcite-ref-151[151]
‱ an der RRH Reisering Hamburg GmbH mit 100 % fĂŒr die Omnibustouristik mit eigenen Programmen sowie den Reisedienst und Gelegenheitsverkehr mit eigenen Reisebussen
‱ an der RMVB Ratzeburg-Möllner Verkehrsbetriebe GmbH in Ratzeburg mit 76 % (von 2003 bis 2005 mit 24 %) fĂŒr Linienbusverkehr im Kreis Herzogtum Lauenburgcite-ref-152[152]
‱ an der KViP Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg mbH mit 24,9 % (bis Mitte 2015 noch 48 %) fĂŒr Linienverkehr im Kreis Pinneberg
‱ an der NBB Norddeutsche Bus-Beteiligungsgesellschaft mbH Hamburg mit 37,45 %
‱ an der Zentral-Omnibus-Bahnhof „ZOB“ Hamburg GmbH mit 11,54 %
‱ an der beka GmbH (Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft fĂŒr Verkehrsunternehmen) in Köln mit 5,3 %
‱ an der hySOLUTIONS GmbH in Hamburg mit 5 %
‱ an der NSH Nahverkehr Schleswig-Holstein GmbH in Kiel mit 0,2 %

Das ehemalige Tochterunternehmen Orthmann's Reisedienst GmbH (ORD), an dem die VHH zuletzt zu 100 % beteiligt war, ist 2024 in die Muttergesellschaft integriert worden. Es wurde 1953 von Hans Peter Orthmann gegrĂŒndet. Ab 1969 war die VHH beteiligt, der Reisebusverkehr wurde innerhalb des Reiserings Hamburg angeboten.cite-ref-153[153] Die letzten Jahrzehnte besorgte es den Fahrdienst im Raum Hamburg-Rahlstedt, zunĂ€chst noch mit eigenen Bussen, die meist von der VHH ĂŒbernommen wurden.

Ab 2003 war die VHH-PVG-Unternehmensgruppe an der Stadtverkehr LĂŒbeck GmbH (SL) und an der Kieler Verkehrsgesellschaft mbH (KVG) beteiligt. Ab 2007 ĂŒbernahm die BeNEX GmbH die Anteile (HNB Hamburger Nahverkehrs-Beteiligungsgesellschaft mbH).

Literatur

‱ Harald von Carnap, Rolf Westphalen, Karsten Peper: Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG · 75 Jahre Busbetrieb 1926–2001. Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein, Hamburg 2001, DNB 983269750

Siehe auch
Weblinks

‱ WebprĂ€senz der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein
‱ VHH-Liniennetzplan mit Darstellung der drei hvv-hop-Bedienungsgebiete (Harburg, Henstedt-Ulzburg und Trittau/Brunsbek/Siek) sowie des Bedienungsgebietes des AST 829 Bergedorf – Vier- und Marschlande
‱ WebprĂ€senz des Verkehrsverbundes HVV

Einzelnachweise

cite-note-11. Lagebericht fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024, II.5.1: Ertragslage, vom 8. Mai 2025 auf vhh.mobility.de, abgerufen am 31. Dezember 2025
cite-note-22. Dr. Lorenz Kasch ĂŒbernimmt GeschĂ€ftsfĂŒhrung der VHH. VHH-Pressemitteilung vom 22. Dezember 2022, abgerufen am 16. Januar 2023.
cite-note-33. Dr. Britta Oehlrich neue kaufmĂ€nnische VHH-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin. VHH-Pressemitteilung vom 29. September 2023, abgerufen am 19. Oktober 2023.
cite-note-44. VHH-Verkehrsnetz 2/2024, Netzplan der VHH-Linien, abgerufen am 2. Juli 2024
cite-note-55. Wie viele Busse hat vhh.mobility? vhh-mobility.de, 17. April 2025, abgerufen am 5. Mai 2025
cite-note-66. hamburger-fuhrparklisten.de, abgerufen am 23. Juli 2024
cite-note-77. VHH-GeschÀftsbericht 2018, VHH-Website, abgerufen am 17. November 2019
cite-note-88. Lagebericht fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024, II.2.2 Entwicklung der Fahrleistung, vom 8. Mai 2025 auf vhh.mobility.de, abgerufen am 31. Dezember 2025
cite-note-99. VHH-Liniennetzplan 2025 VHH-Website, abgerufen am 17. MĂ€rz 2025
cite-note-1010. ↑ Über vhh.mobility. 14. Februar 2025, abgerufen am 14. Februar 2025.
cite-note-1111. ↑ VHH-Liniennetzplan 2025 mit Darstellung der drei On-Demand-Verkehrsgebiete Hamburg-Harburg, Henstedt-Ulzburg und Trittau/Brunsbek/Siek sowie der Ausdehnung des Anruf-Sammel-Taxi-Gebietes in den Vier- und Marschlanden VHH-Website, abgerufen am 17. MĂ€rz 2025
cite-note-1212. ↑ GeschĂ€ftsbericht 2014 der VHH (Memento vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive), S. 7, abgerufen am 29. November 2015
cite-note-1313. ↑ GeschĂ€ftsbericht 2015 der VHH (Memento vom 6. November 2016 im Internet Archive), hier S. 16
cite-note-1414. ↑ Lutz Bartoschek, Harald von Carnap, Rolf Westphalen: 75 Jahre Busbetrieb · 1928–2003 · Verkehrsbetriebe des Kreises Stormarn Hamburg-Billstedt. VHH, Hamburg
cite-note-1515. ↑ Zusammenschluß von Bahnen in Bad.-WĂŒrtt., Hamburg und Schleswig-Holstein. In: Bus und Bahn, Ausgabe 2/1954, S. 39/40
cite-note-1616. ↑ Der Stadtverkehr, Heft 11/12-1976, S. 475, Verlag Werner Stock, Bielefeld 1976
cite-note-1717. ↑ Harald Elsner: Hamburger Ausflugsverkehr · Ausflugsziele im Osten Hamburgs. Verkehrshistorische Reihe: Hamburger Nahverkehrsmittel Nr. 14, herausgegeben vom Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn (VVM), Hamburg 2003, ISBN 3-923999-64-0
cite-note-1818. ↑ Harald Elsner, Martin Heimann, Dirk Oetzmann: Verkehrsgeschichtliches aus Bergedorf. Verkehrshistorische Reihe: Hamburger Nahverkehrsmittel Nr. 23, herausgegeben vom Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn (VVM), Hamburg 2003, ISBN 3-923999-73-9
cite-note-1919. ↑ „Ist noch jemand zugestiegen?“ und Von der Edmonsonschen Fahrkarte, dem Blockfahrschein zum elektronischen Fahrscheindrucker. In: 75 Jahre Busbetrieb 1926–2001, Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG, Hamburg
cite-note-2020. ↑ GĂŒnther Dolezal: Ein Informations- und Ausspracheabend mit Herrn Direktor Dr. Tappert. In: Hamburger Nahverkehrsnachrichten, Jg. 4, No. 12, Dezember 1957, Hamburger Verkehrsamateure, Nachdruck vom Dezember 1982
cite-note-2121. ↑ Kursbuch, ZOB Hamburg, Sommer 1964 (S. 103) und Sommer 1969 (S. 224)
cite-note-2222. ↑ Busbetrieb NeumĂŒnster auf vhhbus.de vom 15. Dezember 2014, abgerufen am 11. Juli 2018
cite-note-2323. ↑ Betriebshof Ahrensburg. In: 75 Jahre Busbetrieb · Verkehrsbetriebe des Kreises Stormarn · 1928–2003, S. 70, Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein, Hamburg 2003
cite-note-2424. ↑ Fahrplan 3. Oktober 1954 bis 21. Juni 1955, Heinrich Prahl, Mittelholsteiner Liniendienst
cite-note-2525. ↑ Lutz Bartoschek, Rolf Westphalen: Omnibusbetrieb Heinrich Prahl, Bad Bramstedt, und VHH-Betriebsstelle Bad Bramstedt. In: Kurier Nr. 3/2013, Mitarbeiter-Zeitschrift der VHH, S. 34/35
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